January 1st, 1979
"Life not Worth Living"
Spurred into action by an interview in the Austrian newspaper "Kurier" in which the country's top court psychiatrist, Dr Heinrich Gross, admits killing children at Vienna's "Am Spiegelgrund" Pediatric Unit during the war by poisoning their food, Helnwein paints "Life not Worth Living" - a watercolour of a little girl "asleep" on the table, her head in her plate. The painting gets published in Austrias leading newsmagazine Profil and sparkes a nationwide debate that finally leads to Gross' appearing before a Vienna court . The judge rules Gross is mentally unfit to be tried.




Profil"Lebensunwertes Leben"
Helnweins offener Brief an Dr. Heinrich Gross
1979

Als im Jahr 1979 der angesehene Wiener Gerichtsmediziner Dr. Heinrich Gross in einem Interview der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ gefragt wurde, ob es stimme, dass er während der Nazizeit hunderte von Kindern durch Injektionen getötet habe, verwahrte sich dieser gegen diese Vorwürfe und antwortete, soweit er wisse, sei niemand totgespritzt worden, sondern man habe den Kindern lediglich Gift ins Essen gemischt, worauf diese friedlich eingeschlafen seien. Helnwein veröffentlichte daraufhin in dem Wiener Nachrichtenmagazin „ Profil“ ein Aquarell mit dem Titel „Lebensunwertes Leben “, welches ein Kind zeigt, das tot über seinem Essen zusammengebrochen, mit dem Kopf in einem Teller liegt. In dem begleitenden, satirisch formulierten Schreiben dankte er dem ehemaligen NS-Psychiater dafür, dass er den Kindern auf so humane in den Himmel geholfen habe. Erst durch diese Aktion wurde eine breite öffentliche Diskussion über die Vergangenheit des Euthanasiearztes ausgelöst.