Und es sind Werke (wir berichteten ausführlich), die provozieren, berühren und aufrütteln. Vollmer lobte in ihren Grußworten daher Helnwein auch als überaus politisch. Gerade in einer Zeit, in der sich Künstler oftmals nur noch auf die Spaß-Kultur beschränkten. Genügsamkeit sei, so Vollmer weiter, ein Unwort für jeden ambitionierten Künstler. Mit Helnwein verbindet die Politikerin eine jahrzehntelange Freundschaft. Helnwein selbst, der gemeinsam mit Frau Renate anwesend war, signierte eifrig die Ausstellungs-Kataloge. Er provoziert, aber bewegt zugleich. "Einer, der viel zu sagen hat, indem er es nicht sagt." Immer wieder sind es Kinder, die als Opfer gesichtslos, taub und blind, auf der anderen Seite als Hoffnung stehen und so in aktuellen und älteren Werken polarisieren.
Eindrücke, die auch durch seine Heimat geprägt wurden. Antja Vollmer hat es erkannt: "Er ist Wiener - das ist fast das Gegenteil von Österreich."

Irmgard Bernrieder
23. June 2005
Rheinische Post
ruhr-guide.de
20. June 2005
Ludwig Museum Schloss Oberhausen
Gottfried Helnwein, Beautiful Children
Marc Hippler
19. Juni 2005
Neue Ruhr Zeitung
Kultur
Michael Vaupel
18. Juni 2005
WAZ
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Stefanie Stadel
18. Juni 2005
Welt am Sonntag
Evangelischer Pressedienst
epd
18. June 2005
Ralf Stiftel
18.Jun.2005
Märkischer Zeitungsverlag
Jens Dirksen
17. Juni 2005
NRZ
Kultur
07.Jun.2005
WAZ Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Kinder, verletzt, entblößt, gedemütigt und misshandelt stehen im Mittelpunkt der Werke von Gottfried Helnwein, die die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen vom 19. Juni bis zum 3. Oktober zeigen wird. Seit gestern werden die ersten großformatigen Plakate
zu der Ausstellung "Gottfried Helnwein - Beautiful Cildren" angebracht, die am Schicksal des Kindes schonungslos die Leidensfähigkeit des Menschen vor Augen führt. Vor einem Jahr wurde dieses zentrale Thema Helnweins in seiner Ausstellung "The Child" im Fine Arts Museum in San Francisco gezeigt, auch angesichts von mehr als 130 00 Zuschauern vom San Francisco Cronicle zur besten Museumsausstellung 2004 gekürt.
Nach der Premiere im Hannoveraner Wilhelm Busch-Museum sind die ebenso schockierenden wie faszinierenden, ja auch bösen Bilder, die mit der Illusion der heilen Kindheit brechen, dann in Oberhausen zu sehen.