"Donald Duck in den Cartoons wie die Unglücklichen in der Realität erhalten ihre Prügel, damit der Zuschauer sich an die eigenen gewöhnen kann."
Theodor W. Adorno

Ausstellung: Konzept und Organisation: Gottfried Helnwein.
Katalog: Konzept, Layout, Texte: Gottfried Helnwein.
"Wir sind Gottfried Helnwein zu großem Dank verpflichtet, dass er die erste bedeutende Ausstellung von Barks' Kunstwerken und den damit verbundenen Katalog ermöglicht hat. Gottfried Helnwein, selbst ein anerkannter Künstler, hat der Kunstwelt mit diesem Projekt einen großen Dienst erwiesen, indem er über 200 Arbeiten des Künstlers für dieses wirklich bedeutsame Ereignis zusammengestellt hat."
Roy Disney

"Wenn ich mir ansehe, wieviel Phantasie, Mühe und Fleiss diese Ebenbilder Gottes aufbringen, um Schmerzen zu verursachen, zu unterdrücken, zu zerstören, zu verbrennen, auszurotten, dann habe ich das Gefühl, bei dieser Schöpfung ist etwas schiefgelaufen, da ist etwas in die Hose gegangen. Wenn ich von den Ebenbildern auf das Original schliessen soll - na Gute Nacht! Ich muss gestehen - Ich hätte lieber einen Gott, der wie Donald Duck aussieht , als einen, der aussieht wie wie Adolf Hitler."
Gottfried Helnwein
"Dino Buzatti hat einmal geschrieben, die menschlichen Enten des Carl Barks böten für die Weltkunst ein so bedeutendes FigurenRepertoire wie die von Moliere, Goldoni, Balzac oder Dickens. Und für Gottfried Helnwein, der eine Ausstellung über Donald und seine Welt zusammengestellt hat, ist Barks der einzige bedeutende Künstler unseres Jahrhunderts neben Picasso. Der ästhetische und soziale Reichtum, den DonaldDuckLeserinnen und Leser in aller Welt schätzen und lieben, macht Donald zum Zentrum einer universalen, dynamischen Kunst-Welt. Aber in Deutschland ist er mehr; in der Bundesrepublik und in Österreich gibt es nur wenige Biographien, in denen er nicht eine fundamentale Bedeutung hat, eine Überlebensbedeutung, eine Fluchtbedeutung, eine Wahrheitsbedeutung."
Georg Seeßlen
(aus: Seeßlen, Georg: Mein Freund Donald Duck. In: Derrick und die Dorfmusikanten. Hamburg 1997.)
"Der einzige mensch, der es heutzutage noch versteht, ordentlich die welt zu besehen, ist Donald Duck. Aber der hat auch einen schwerreichen onkel, der ihn, obgleich ein geizkragen von rang, häufig auf reisen mitnimmt oder auf solche ausschickt, irgendwohin, meistens nach Inseln, um dort nach dem rechten zu sehen. Ich schätze daher den Donald Duck, trotz seiner bisweilen kaum entschuldbaren ungeschicktheit, sehr. Er ist der letzte, der mir von allen großen weltdetektiven geblieben ist."
H.C. Artmann
(aus: Artmann, H. C.: Grammatik der Rosen. Gesammelte Prosa. Hrsg. von Klaus Reichert. Band 2. Salzburg und Wien 1979, S. 104.)

"The best comics combine both powerful images and strong narrative. Most cartoonists are stronger in one or the other. Many artists with technical ability are good image makers, basically illustrators. Other artists have minimal art skills, but are good storytellers, with an understanding of plot structure, character development and dialogue. It’s rare to find in one artist both of these elements combined with equal strength.
If you look at a comic page drawn by Jack Davis or at Wally Wood’s science fiction stuff, who cares about the narrative? But the artwork is wonderful, a true pleasure to the eye. What technique! With Charles Schulz or Jules Feiffer, it’s quite the opposite. The story’s great, but the artwork’s not much to look at. In comics there’s always this dichotomy.
As young boys, my brother Charles and I were already connoisseurs of comics. We were deeply into Carl Barks, one of the rare cartoonists to combine great art with great storytelling. We didn’t know his name since he wasn’t allowed to sign the work he did for Walt Disney’s Comics and Stories. We spoke of him as «the good artist.» Barks drew Donald Duck and Uncle Scrooge comics, which are outstanding as humanistic storytelling in the comic book medium."
The «R. Crumb Handbook», Robert Crumb and Peter Poplaski, MQ Publications, London, 2005

