
Am 24. Juni eröffnet Marylin Manson mit seiner gleichnamigen Band damit den diesjährigen Konzertsommer in Clam (Bez. Perg), wenn auch noch nicht auf der Burg, sondern bei einem „Clam Kick-off“ in der Linzer Intersportarena. Musikalisch sind die grotesk gekleideten Düsterrocker irgendwo zwischen Alternative Rock und Hardrock einzuordnen, ihre Live Show soll nicht nur wegen des technischen Aufwandes „angsteinflößend“ sein, verspricht Veranstalter Michael Ehrenbrandtner.
Simply Red gastieren, wie berichtet, im Rahmen ihrer Abschiedstournee, nach der Frontmann Mick Hucknall die englische Band nach 25 Jahren auflösen will, auf der Burg. Ein letztes Mal erklingen die großen Schmusehits live, von „Holding back the Years“ (1985) bis „Stay“ (2007).
* Wie alle Jahre gibt es auch heuer ein Festival im Festival: „Clam Classic Rock“ am 11. Juli, das laut Impresario Ehrenbrandtner „nur mehr auf Clam funktioniert“ — die aus den 60er- und 70er-Jahren bekannten Bands, die dabei auftreten, „spielen bei uns vor 5000 Besuchern, anderswo nur vor 500“.
Headliner ist heuer die neu formierte US-Band Foreigner , die mit ihrem melodiös-melancholischen Hard-Rock-Sound Ende der 70er- bis Mitte der 80er-Jahre etliche Welthits glückten („Cold as Ice“, „Urgent“, „Waiting for a Girl Like You“, „I want to Know What Love Is“ ...).
Gespannt sein darf man auf Rockröhre Eric Burdon, mittlerweile 68 Jahre alt, dessen Begleitband „The Animals“ freilich nichts mehr mit der englischen Beatband der 60er-Jahre (Hit: „House of the Rising Sun“) zu tun hat.
Die Australian Pink Floyd Show selben abends ist eine von Pink-Floyd-Kopf David Gilmour autorisierte Coverband, die den Symphonic-Rock der aufgelösten englischen Gruppe 1:1 nachspielt — samt Original-Lichtshow.
Das Programm runden aus Anlass von „40 Jahre Woodstock“ zwei Bands ab, die schon 1969 beim legendären Rockfestival dabei waren und auf Clam alte Bekannte sind: Canned Heat (Hits „On the Road again“, „Goin' up the Country“) und Ten Years After, freilich ohne ihren Gitarristen Alvin Lee.
* Am 12. Juli bestreiten schließlich noch die deutschen Chartstürmer Silbermond — brandneue Single „Nichts passiert“ — hier ihr einziges Österreich-Open-air.
Dazu kommen noch zwei bis drei weitere „Acts“, deren Namen aus vertraglichen Gründen von Ehrenbrandtner noch nicht genannt werden dürfen. Fix dürfte ein mexikanischer Gitarrengott ein, der mit seinem Septett gleichen Namens auf Clam bereits 1996 ein Feuerwerk des Latinrock abbrannte ...