"Ich habe schon sehr früh als Kind gemerkt, dass ich in diese Gesellschaft nicht wirklich hineinpasse und mir war immer, schon als Kind, schon in der Schule, nach Revolution zumute. Eigentlich wollte ich ja dazugehören, ich wollte so sein wie die anderen, aber ich merkte schon sehr früh, dass es hinten und vorne einfach nicht passte. Es gelang mir nicht. Dann saß ich da und habe immer taggeträumt und mir High School-Massaker ausgemalt. Ich habe gedacht, ich muss da durchgehen und alles in die Luft sprengen. Es war natürlich nur Imagination. Aber Ich habe einfach nicht gesehen, welche Funktion ich in dieser Welt haben könnte. Ich habe mir alle Rollen und Berufe überlegt und stellte zu meinem Entsetzen fest, dass in dem Angebot nichts drinnen war, das für mich in Frage käme. Auch Künstler zu sein, war damals eine schreckliche Vorstellung für mich, denn ich dachte, dass sind Leute, mit großen Rauschebärten und Baskenmützen, die in langen Nachthemden an der Staffelei stehen und irgendeinen abstrakten Schwachsinn malen."
Gottfried Helnwein, "Helnwein, die Stille der Unschuld"
Claudia Schmid, Deutschland 2009, 116 Min.
Der Film wurde als Beitrag für das 24. INTERNATIONALE MÜNCHNER DOKUMENTARFILMFESTIVAL 2009 ausgewählt. DOK.FEST München ist Deutschlands größtes und ein weltweit anerkanntes Festival für den langen Kinodokumentarfilm, ein »Best-of«-Festival, das international herausragende Filme des vergangenen Jahres präsentiert.
SO 10.05. | 14.00 | Pinakothek der Moderne, Ernst von Siemens-Auditorium
MI 13.5. um 17:00 Gasteig Vortragsaal

