
Eigentlich begann alles als Testlauf: 1947 stellte der Physiker Edwin Land ein Verfahren vor, mit dem er fertige Fotografien innerhalb einer Minute herstellte. Er ließ sich die Technik patentieren, die Sofortbildkamera war geboren. Der Firmenname Polaroid - er hatte das Unternehmen bereits in den 30er-Jahren für die Herstellung von Polarisationsfolien gegründet - wurde bald zum Synomyn für Sofortbild. Zusammen mit dem Künstler Ansel Adams bat Land dann Künstler und Fotografen, ihr Produkt zu testen, um die Technik weiterentwickeln und verbessern zu können. Namhafte Größen der Fotografie und Kunst wie Andy Warhol, Peter Beard oder Helmut Newton beteiligten sich an diesem Projekt. Die besten Testaufnahmen waren der Auftakt für die berühmte Polaroid Collection, die über die Jahre immer umfangreicher wurde und schließlich auf 16.000 Fotografien anwuchs.
2009 sollte die Sammlung im Auktionshaus Sotheby's versteigert werden - als Teil der Konkursmasse des insolventen Unternehmens. Künstler und Fotoliebhaber weltweit protestierten dagegen. Der Wiener Unternehmer Peter Coeln hat zumindest den europäischen Teil der Sammlung in letzter Minute vor der Versteigerung gerettet - insgesamt 4400 Fotografien von 800 Fotografen.
Noch bis zum 5. August zeigt das NRW-Forum in Düsseldorf eine Auswahl von 500 Bildern aus der Polaroid Collection.
Das Katalogbuch ist im Hatje Cantz Verlag erschienen.