
Audio Production - Christoph Gigler, Matthias Schorn, Gerd Hermann Ortler, Veronika Schicho and Kristopher R. Campbell
Director / Camera / Editor - Benedikt Missmann
Camera / Light - Ferdinand Koestler
Light Assistant - Stella-Joya Puelacher
Produced by Gerd Hermann Ortler
Co-Produced by Christoph Gigler, Matthias Schorn and Veronika Schicho
© Copyright of Music Gerd Hermann Ortler
PASSION for Clarinet, Tuba and String Quartet (2020) Composition Commissioned by PalmKlang Festival Oberalm
Clarinet - Matthias Schorn
Tuba - Christoph Gigler
Violin I - Bernie Mallinger
Violin II - Igmar Jenner
Viola - Cynthia Liao
Cello - Sophie Abraham
The Man Who Laughs
I Walk Alone
Epiphany III (Presentation) at the Temple) Murmur Of The Innocents 5
Untitled (Birdman)
The Disasters Of War 4
The Disasters Of War 28
Payton Blue 1
Pink Mouse 2
Epiphany 1 (The Adoration of the Magi)





On the 3rd and 4th of July 2020 we spent the night at the Albertina Museum in Vienna.
Surrounded by and inspired by the art of Gottfried Helnwein, we brought PASSION to life. The result is this film, a resurrection of our artistic beliefs and hopes.
In these challenging times, the cultural life and in particular the stage for music and performance has been shut down.
PASSION: The hope for resurrection. That's the message that inspired composer Gerd Hermann Ortler to join forces with other art forms. The result is a spectacular film, an encounter between music and fine art, a special concert in front of art works by Gottfried Helnwein in the ALBERTINA MUSEUM.
Tune in to watch the full film on Good Friday, 2 April 2021 at 3pm CET on Facebook!

Thanks to The Albertina Museum and Klaus Albrecht Schröder,
PalmKlang Festival Oberalm.
Christoph Gigler supported by Melton
Special Thanks to Studio Helnwein

Am 3. und 4. Juli 2020 fand in der Albertina die Uraufführung der musikalischen Komposition von Gerd Hermann Ortler mit dem Titel “Passion” statt.
Wunderbarer Weise fand dieses Konzert nicht auf einer Bühne statt, sondern im Museum - in der Albertina.
Die Musiker spielten zwei Nächte lang hingebungsvoll in den Ausstellungsräumen, umgeben von meinen Bildern, die den Komponisten zu diesem Werk inspiriert hatten.
Die atemberaubende Komposition Gerd Hermann Orters, hat mich zutiefst berührt und erschüttert. Als ich die Klänge zum ersten mal hörte, waren sie mir doch seltsam vertraut.
Es gehört zu den ganz besondern Augenblicken in der Kunst, wenn sich ein Künstler in seiner Arbeit auf das Werk einer andern Künstlers bezieht und sich durch eine eigene, neue Kreation mit ihm verbindet.
Am bekanntesten ist wohl Modest Mussgorskis Klavierzyklus “Bilder einer Ausstellung”, den er in Erinnerung an die Gemälde und Zeichnungen seines Freundes Victor Hartmann komponiert hat.
Wassily Kandinsky wiederum war so beeindruckt von diesem musikalischen Werk, dass es Ihn zu seinem ersten und einzigen Theaterstück inspiriert hat, das 1928 in Dessau uraufgeführt wurde. Er war überzeugt, dass man Farben in Klänge umwandeln konnte und bei bestimmten Klängen ganz eigene Farben vor Augen hat, basierend auf der Grundannahme, dass man Farben hören und Klänge sehen kann.
Für Kandinsky ist der Ursprung jeder Kunst ein rein geistiges Phänomen, das sich durch verschiede Mittel im Physikalischen Universum manifestiert, und damit erst für andere erlebbar wird.
Kandinsky war der Meinung dass eine Kunst von der anderen lernen müsse, und er bezieht sich damit vor allem auf die Musik und die bildende Kunst.
Er schreibt in seinen theoretischen Schriften ‘Das Geistige in der Kunst’:
“In Anwendung der Form kann die Musik Resultate erzielen, die die Malerei nicht erreichen kann. Andererseits bleibt hinter manchen Eigenschaften der Malerei die Musik zurück.
zB hat die Musik die Zeit, die Ausdehnung der Zeit zur Verfügung.
Die Malerei aber kann, indem sie den erwähnten Vorgang nicht benützt, in einem einzigen Augenblick den ganzen Inhalt des Werkes dem Betrachter präsentieren, wozu wieder die Musik nicht fähig ist.
So grenzt die Vertiefung in sich selbst, eine Kunst von der anderen ab, aber die Vergleichung bringt sie wieder zueinander in ihrem inneren Streben. Jede Kunst hat ihre eigenen Kräfte, die durch die einer anderen nicht ersetzt werden können.
Aber schliesslich kommt es zur Vereinigung der Kräfte verschiedener Künste. Und damit”, meint Kandinsky “ wird mit der Zeit die wirklich monumentale Kunst entstehen.”
In diesen Schriften zitiert er schliesslich Shakespeare, der eine ganz klare Meinung zum Thema Musik hat:
“ Der Mann, der nicht Musik hat in ihm selbst,
Den nicht die Eintracht süßer Töne rührt,
Taugt zu Verrat, zu Räuberei und Tücken
Die Regung seines Sinns ist dumpf wie Nacht,
Sein Trachten düster wie der Erebus,
Trau' keinem solchen! – Horch auf die Musik!”
Ich horche, Gerd Hermann Ortler, und die Eintracht Ihrer Töne hat mich tatsächlich zutiefst gerührt.
Danke.
Mein Dank gilt auch der Albertina, die bewiesen hat, dass das Museum wirklich der Hort der Musen sein kann.
Gottfried Helnwein
― Shakespeare, The Merchant of Venice