
Navid Thielemann vor Gemälde von Gottfried Helnwein: Der ehemalige Kühne+Nagel-Mitarbeiter hat seit 2015 einen Konzern mit 400 Millionen Euro Umsatz aufgebaut. Foto: Thielemann Group
Mönchengladbach. Vom bisweilen kargen Charme deutscher Speditionszentralen hält Navid Thielemann offenbar wenig. Statt vor verwittertem Waschbeton und schlichtem Sozialraum-Flair arbeitet er in einer Art Kunstgalerie.
Vis-à-vis dem Mönchengladbacher Stadion gelegen, sind seine Büroräume teilweise dekoriert mit einer Deckenkonstruktion aus schwarzen Holzstäbchen. Hinter dem Schreibtisch des 39-Jährigen zieht ein Bild des Malers Gottfried Helnwein die Blicke auf sich, gegenüber thront eine aus Redbull-Dosen geschaffene Statue des Kölner Künstlers HA Schult.
„Ich sammle Autos und Kunst“, bekundet der Kölner, der vor neun Jahren noch als Angestellter des Speditionsvertriebs von Kühne + Nagel sein Geld verdiente. 2015 machte er sich selbstständig, um gleich darauf seinen Sammlertick auszudehnen – und zwar auf Unternehmen. Inzwischen gehören 22 Firmen zur Thielemann Group, allesamt aus der Logistik.