
„Meine 1960er Jahre“
Gottfried Helnwein im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder
Palais Coburg Residenz
Coburgbastei 4
1010 Wien
Mittwoch, 8. April 2026, 18.30 Uhr
Die Gesprächsreihe des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS widmet sich aus Anlass der Ausstellung von Hermann Nitschs Frühwerk den 1960er Jahren – einem Jahrzehnt zwischen Kaltem Krieg, technischem Fortschritt und gesellschaftlichem Aufbruch. Im Spannungsfeld von Wohlstand, Studentenrevolte und neuen Freiheitsutopien wandelten sich Lebensweisen, Werte und kulturelle Ausdrucksformen grundlegend. Auch Österreich erlebte einen Übergang zwischen konservativer Stabilität und beginnender Öffnung. Im Dialog mit prominenten Zeitzeugen wird diese Epoche aus persönlicher Perspektive erfahrbar. Erinnerung wird dabei zum Spiegel unserer Gegenwart.
Gottfried Helnwein (geb. 1948) ist einer der international radikalsten Bildkünstler Österreichs. Seine Werke zeigen die Verletzlichkeit des Menschen – zwischen Unschuld, Gewalt und Erinnerung. Mit unerbittlicher Präzision legt er die Abgründe von Geschichte und Gegenwart frei. Er verbindet alte Meister mit den Bildwelten der Mediengesellschaft. Helnwein ist ein Künstler, der Bilder schafft, die man nicht mehr vergisst.

„Wie wir die 60er-Jahre erlebt haben“
Gesprächsreihe im Palais Coburg Residenz ab 8. April.
Kurier
4 Apr 2026
Aus Anlass der HermannNitsch-Ausstellung im Wiener Aktionismus Museum, die einen wesentlichen Aspekt der österreichischen Kunst von 1960 bis 1965 beleuchtet, startet am 8. April eine Talk-Reihe von Direktor Klaus Albrecht Schröder mit Gästen – im Palais Coburg Residenz.
Weil diese längst vergangene Zeit viele selbst nicht mehr intensiv erlebt haben, ergeben die persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen und Talk-Gästen wie der ehemaligen Kulturstadträtin Ursula Pasterk, dem Schriftsteller Robert Menasse, Jahrgang 1954, und damals noch Kind, dem aus Vorarlberg „Zuagrasten“
Michael Köhlmeier, Jahrgang 1949, und Gottfried Helnwein sicher ein ganz anderes Bild als die mediale Darstellung und Wahrnehmung.
„Wir wissen so viel über die 60er-Jahre von der Kuba-Krise über die Morde an John F. und Robert Kennedy und Martin Luther King bis zum Vietnamkrieg, dass wir das, was wir wissen, verwechseln mit dem, was diese Jahre für uns wirklich waren“, so Schröder. „Für mich meine Kindheit – die glücklichste Zeit, die es gibt.“
So werden verschiedene Persönlichkeiten aus der Kulturszene über die Sixties und vom Grau in der Wienerstadt damals erzählen, das Schröder, „persönlich erst 1975 erlebt, als er zum Studium aus Linz hierher gezogen war.“
Gottfried Helnwein hat das Nachkriegs-Wien immer wieder als düster, traumatisch und beinahe „apokalyptisch“beschrieben: „Wien war damals ein schrecklicher, dunkler Ort. Alles schwarz. Die Leute schienen gebrochen, bedrückt, sprachlos.“
„Meine 1960er-Jahre“: Klaus Albrecht Schröder im Gespräch u. a. mit Gottfried Helnwein (8. 4.), Robert Menasse (23. 4.), Michael Köhlmeier (6. 5.), Ursula Pasterk (20. 5.); Palais Coburg Residenz, 1., Coburgbastei 4, Beginn: 18.30 Uhr, Eintritt frei; Anmeldung unter https:// wieneraktionismus.at/produkt/meine-1960er-jahre/