Systemsprenger
01/13/2026
032c
Systemsprenger
Sven Michaelsen
In 1972, violent protests brought Gottfried Helnwein’s first exhibition to premature end. His Depictions of bandaged and wounded children struck a nerve in postwar Vienna, and his later work earned him the title “Master of the Scandalous” from the Guardian. Over 50 years later, Helnwein lives in a castle in Ireland.

Albertina: Klaus Albrecht Schröder über Eitelkeit als Defizit
11/14/2024
NEWS
Albertina: Klaus Albrecht Schröder über Eitelkeit als Defizit
Kathrin Gulnerits, Heinz Sichrovsky
Was sagen Sie zu Gottfried Helnwein. Er sollte ein Museum bekommen ... Helnwein ist nicht nur ein von mir bewunderter Künstler, den ich zweimal mit großem Erfolg gezeigt habe, sondern auch ein Freund und ich wünsche, dass alle seine Träume in Erfüllung gehen. Aber es nicht die Aufgabe des Generaldirektors der Albertina, die Pläne von Künstlern zu Ende zu denken.

Helnwein über die US Wahl
11/13/2024
NEWS
Helnwein über die US Wahl
Susanne Zobl, Heinz Sichrovsky
Interview
Der österreichische Weltkünstler mit Wohnsitz USA kommentiert die Ereignisse "Besser ein trashiger Clown, der Frieden will, als ein eleganter Massenmörder." Besondere Wertschätzung bringt er dem durchaus gewöhnungsbedürftigen Gigantenspross Kennedy jr. entgegen. Ein kantiges, ungewöhnliches interview, wie man es vom nie alternden Rebellen Gottfried Helnwein erwartet.

Gottfried Helnwein: "Kunst muss gar nichts"
10/14/2024
Kurier
Gottfried Helnwein: "Kunst muss gar nichts"
Marlene Auer
Interview
Der Künstler spricht über die Rolle der Kunst, seine neue Sicht auf Wien, die US-Wahlen und wieso er ein Entenhausen in Irland gebaut hat. Mit dem Thema Gewalt beschäftigt sich Gottfried Helnwein in seinen Werken seit Jahrzehnten. In Zeiten von Krieg und Krisen bekommen sie für viele eine neue Bedeutung. Die einen sind von den Bildern verschreckt, die anderen fühlen sich aufgerüttelt.

10/14/2024
Podcast mit Harry Betke
Gottfried Helnwein
Spotify
In dieser Folge von Begegnungen im Börseviertel erzählt der weltbekannte Künstler Gottfried Helnwein von seiner Faszination für Wien, seine Wurzeln in der österreichischen Kultur und seine Entscheidung, Kunst im öffentlichen Raum zu platzieren. Er reflektiert über den künstlerischen Prozess, seine Konfrontation mit Gewalt in der Gesellschaft und den Widerstand, den seine Kunst oft hervorruft. Ein Gespräch über Freiheit, Empathie und die Verantwortung der Kunst.

Auf das Kind in mir hören
07/26/2024
Auf das Kind in mir hören
Stella Rollig
Über das Bild des Kindes in der Kunst
Wie viele andere halte ich Helnwein für einen Künstler mit hohem moralischen und ethischen Bewusstsein. Er möchte das Publikum mit unhaltbaren Zuständen konfrontieren und dazu anregen, das eigene Verhalten zu reflektieren, ja Wiederstand zu leisten.

Der lange Schatten
06/17/2024
Max
Der lange Schatten
Peter Leiwandowski und Rüdiger Quass von Deyen
Fotos: Sascha Montag
Seine Werke sind eine kraftvolle Mischung aus Provokation und Tiefe, die sowohl verstören als auch bewegen und niemanden unberührt lassen. Jedes Bild ein drastisches Manifest, ein empörter Wutschrei gegen Gewalt, Warnung vor dern braunen Schatten der Vergangenheit. Trivial, politisch, aufrüttelnd, hyperrealistisch. Im Interview spricht Gottfried Helnwein über kreative Prozesse und die Bedeutung seiner Kunst im Kontext aktueller Herausforderungen.

Gottfried Helnwein - Meine Kunst ist ein Dialog
03/22/2024
OberÖsterreicher
Gottfried Helnwein - Meine Kunst ist ein Dialog
Ulrike Wright
Interview
Zum ersten Mal in der Geschichte, sind wir an einem Punkt angekommen, wo jede Ausdrucksform, jeder Stil, jedes Medium erlaubt ist. Natürlich entsteht dabei auch viel Blödsinn, weil wirklich alles als Kunst bezeichnet werden kann. Das tut aber nicht weh, man muss ja nicht hinschauen. Beruhigend ist aber, dass es, wie immer, durch die ganze Geschichte der Kunst, eine kleine Zahl von authentischen, relevanten, und wichtigen Künstlern und Künstlerinnen gibt, und erstaunlicher Weise sogar ein paar Genies.

Weltkünstler Helnwein in Gmunden
06/20/2024
TV1
Weltkünstler Helnwein in Gmunden
Gottfried Helnwein im Gespräch

Helnwein kommt ins Osthaus Museum
01/27/2024
Westfahlenpost
Helnwein kommt ins Osthaus Museum
Monika Willer
Die Bilder des Meistermalers zeigen krasse Gewaltdarstellungen und sind umstritten. Warum Gottfried helnwein sie trotzdem malt, verrät er im Interview
Für Tayfun Belgin ist der Mann einer der wichtigsten lebenden Künstler. Deshalb zeigt der Direktor des Hagener Osthaus-Museums ab März eine große Werkschau des österreichischen Malers Gottfried Helnwein. Die meisten Bilder kommen aus der Wiener Albertina, wo Helnwein derzeit die Säle füllt.

Gottfried Helnwein: „An der Schwelle zu einem neuen globalen Schlachtfest“
01/31/2024
Ober Österreichische Nachrichten
Gottfried Helnwein: „An der Schwelle zu einem neuen globalen Schlachtfest“
Peter Grubmüller,
Interview
Es scheint, dass die Menschheit nicht fähig ist, aus der Geschichte zu lernen, der Wahnsinn und die Vernichtungsorgie der beiden Weltkriege, die Millionen Menschen das Leben gekostet haben, waren offensichtlich noch nicht genug, denn wieder stehen wir an der Schwelle zu einem neuen globalen Schlachtfest, das möglicherweise das letzte sein könnte.

Ich habe kein Talent zur Unterwerfung
10/11/2023
NEWS
Ich habe kein Talent zur Unterwerfung
Susanne Zobl
Interview mit Österreichs Malerfürst Gottfried Helnwein. Über Biden und als Katastrophe und die zu Tode gecancelte Kunst.

Gottfried Helnwein festeggia all’Albertina
10/29/2023
Il Giornale dell'Arte
Gottfried Helnwein festeggia all’Albertina
Flavia Foradini
L’imminente mostra nel museo viennese, in occasione del suo 75mo compleanno, fa da sfondo ad una chiacchierata con l’artista austriaco tra i più conosciuti e apprezzati a livello internazionale

Gottfried Helnwein: "Mein Hauptwerk liegt noch vor mir"
10/29/2023
Kurier
Gottfried Helnwein: "Mein Hauptwerk liegt noch vor mir"
Marlene Auer
Seine Werke polarisieren, damit will er Menschen dazu bringen, nicht zu verdrängen. Im Interview spricht er über die Macht der Bilder und darüber, warum er alles in seinem Leben ändern würde - bis auf eines.

Gottfried Helnwein - in aller Schärfe
10/22/2023
Der Wiener
Gottfried Helnwein - in aller Schärfe
Franz J. Sauer
Von 25. Oktober bis 11. Februar bringt die Albertina eine große Ausstellung seiner Werke der letzten zwei Jahrzehnte, seit jeher setzt er sich in seinen Bildern mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander. Das spiegelt sich auch in Gottfried Helnweins Ansichten zu den großen Themen unseres Planeten wieder, die der in Wien geborene und in Irland und den USA lebende Künstler auch mit 75 noch in ungefilterter Schärfe artikuliert.

Gottfried Helnwein - „Ich habe mich in meiner Arbeit ein Leben lang gegen Gewalt gestellt"
10/23/2023
Die Presse
Gottfried Helnwein - „Ich habe mich in meiner Arbeit ein Leben lang gegen Gewalt gestellt"
Barbara Gasser
Gottfried Helnwein zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Zum 75. Geburtstag widmet die Albertina dem Künstler eine Retrospektive und Barbara Gasser spricht für “die Presse”mit Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein: Seine Kunst wird von Wirklichkeit eingeholt
10/23/2023
ÖSTERREICH, oe24.at
Gottfried Helnwein: Seine Kunst wird von Wirklichkeit eingeholt
Judith Leopold
Gottfried Helnwein ist vor wenigen Tagen 75 Jahre alt geworden und das ist der Anlass unseres Gespräches. Am 25.10. wird seine Ausstellung in der Albertina eröffnet. Dort sind Werke aus den vergangenen 20 Jahren seines Schaffens zu sehen.

Gottfried Helnwein:Der Ausnahme-Künstler im Gespräch
11/21/2023
LIVINGdeluxe
Gottfried Helnwein:Der Ausnahme-Künstler im Gespräch

„Bilder wurden immer potenziell als Gefahr betrachtet“
07/27/2024
Psychologie in Österreich, PIÖ
„Bilder wurden immer potenziell als Gefahr betrachtet“
Gerald Kral
Interview mit Gottfried Helnwein
Nach einer Reihe von wissenschaftlichen und anwendungsbezogenen Betrachtungen des Themas Kunst und Kreativität, die ja eine Sicht von außen sind, finden Sie hier nun eine sehrsubjektive Betrachtung „von innen“, von einem Künstler, der seit vielen Jahrzehnten mit seinen Werken Aufsehen erregt; in jeder Bedeutung des Wortes. Lesen Sie hier das Gespräch mit Gottfried Helnwein, von dem er selbst sagt, es sei das umfassendsteund längste Interview, das er je gegeben hat. Er spricht darin ausführlich über seine Kunst und was ihn dazu antreibt, sowie auch über seine höchstpersönlichen Ansichten über „Gott und die Welt“ und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.

Gottfried Helnwein: Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt
01/24/2023
Wiener Zeitung
Gottfried Helnwein: Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt
Shandiz Ahi
Gottfried Helnwein stellt mit einer Plakatserie klar: "Wir dürfen die Menschen im Iran nicht im Stich lassen."
Der österreichische Künstler Gottfried Helnwein setzt mit einer eigenen Plakatserie ein Zeichen für die Bevölkerung im Iran und gegen "Gewalt an Frauen". Nach dem Auftakt am Stephansdom hängt nun seit vergangenen Dienstag ein weiteres großflächiges Plakat eines blutbefleckten Mädchens mit der Aufschrift "My Sister"- mitten im Wiener Botschaftsviertel im dritten Bezirk. Initiiert wurde das Projekt von österreichischen Exiliranerinnen (Wiener NGO "Women without borders" und die "people share Stiftung") als Hommage an die "Woman - Life - Freedom"-Bewegung weltweit.

Heimkehr eines Weltstars
01/13/2023
NEWS
Heimkehr eines Weltstars
Heins Sichrovsky, Susanne Zobl
Interview
Ich habe überhaupt kein Talent zur Konformität. Was immer ich mache oder sage, sorgt seltsamer Weise immer wieder für Aufregung und Empörung. Politisch korrekt zu sein, wird mir wohl nie gelingen.

Helnwein: "Political Correctness nimmt uns die Luft zum Atmen"
01/07/2023
Standard
Helnwein: "Political Correctness nimmt uns die Luft zum Atmen"
Stephan Hilpold
Mit seiner Kunst provoziert Gottfried Helnwein genauso wie mit seinen Aussagen – ein Gespräch über Kunst und Verwerfungen des Krieges

Gottfried Helnweins Zeichen für das "Recht auf Empathie"
12/13/2022
Kurier
Gottfried Helnweins Zeichen für das "Recht auf Empathie"
Michael Huber
Am Dienstag wird ein großes Werk installiert. Ausgehend von den Ereignissen im Iran soll es aufrufen, Gewalt an Frauen und Kindern nicht zu tolerieren

Gottfried Helnwein - Ein Besuch in Irland
03/22/2022
PARNASS
Gottfried Helnwein - Ein Besuch in Irland
Silvie Aigner und Andreas Maurer
Kunst sollte gar keine Aufgabe haben. Kunstwerken eine Aufgabe und Regeln zu verpassen oder zu diskutieren, was Kunst soll oder nicht soll, darf oder nicht darf, ist immer der falsche Ansatz. Diese Tendenz, Kunst zu regulieren, ist verständlich, da sie natürlich auch potenziell gefährlich sein kann – vor allem für jene, die nach Macht streben. Kritische Künstler sind in einer Diktatur daher auch stets die ersten Ziele von Repression. Deswegen kam man auf die Idee, Kunst als „entartet“ zu bezeichnen, deswegen werden Bilder zerstört und Bücher verbrannt.

Schlaf der Vernunft/Sleep of Reason
11/21/2021
Ludwig Museum Koblenz, Sale Monumentali, Biblioteca Nationale Marciana,
Schlaf der Vernunft/Sleep of Reason
Beate Reifenscheid,
Direktorin des Ludwig Museum Koblenz
Beate Reifenscheid im Gespräch mit Gottfried Helnwein

Interview mit Gottfried Helnwein
08/31/2021
SWR2
Interview mit Gottfried Helnwein
Natali Kurth spricht mit Gottfried Helnwein, anlässlich seiner Ausstellung "Schlaf der Vernunft" im Ludwig Museum Koblenz
Der in Wien geborene Künstler Gottfried Helnwein. Helnwein zählt zu den bekanntesten und auch zu den umstrittensten deutschsprachigen Künstlern der Nachkriegszeit. Seine hyperrealistischen Bilder zeigen oft verwundete und bandagierte Kinder oder er zeigt sich selbst.

Gottfried Helnwein: “The Roman Catholic Church is the most powerful propaganda machine in history.”
07/01/2021
Hot Press
Gottfried Helnwein: “The Roman Catholic Church is the most powerful propaganda machine in history.”
Stuart Clark
Whether hanging with the Stones, zooming in on Warhol or making sure Dietrich wasn’t completely alone, Gottfried Helnwein has always ended up making great art. Stuart Clark tracks him down to his Waterford castle where Nazi Germany, Israel, Lou Reed, Marilyn Mansion, cancel culture, Donald Duck and Elvis are also up for discussion.

Mir fehlt das Talent zur Anpassung
06/17/2022
Kurier
Mir fehlt das Talent zur Anpassung
Marlene Auer
Die grossen Katastrophen der Menschheitsgeschichte sind immer durch Gehorsam und Konformität entstanden, nicht durch Freiheit und Individualität. Ich glaube, die Gesellschaft würde mit wenigen Regeln und Einschränkungen viel besser funktionieren. Vor allem sollte es ein uneingeschränktes Recht auf freie Meinungsäusserung geben. Vielleicht gäbe es dann mehr Kreative und Künstler und weniger Soldaten.

Conformity is no Place for me
01/03/2021
The Free Lunch Commission
Conformity is no Place for me
The Entropy Memo
Any belief system will pre-condition you to see only things that you are supposed to see, but it will make you blind to anything you are not allowed to perceive, even if it happens right in front of you. Through various education systems in all history, people have been convinced to abandon their own values and dreams and have been programmed to think and behave in certain ways. So people have developed a good workable system of selective perception. But there are always those that can’t be broken and properly programmed: artists, writers and thinkers. Nothing scares authoritarian regimes more than art and free creation. Why would Hitler burn mountains of books and paintings and ban all arts? Why would Stalin—the master over life and death of almost 300 million people, a man who commanded the biggest army and secret service that ever existed—be afraid of a poem by Anna Akhmatova? Why would Mao be so obsessed with destroying China’s entire cultural heritage? Why would FBI director J. Edgar Hoover, while denying the existence of organised crime in the US, put so much effort into harassing and spying on every artist from Hemingway, Elvis, Thomas Mann to John Lennon? The last thing any human society wants are free beings. Don’t wait for somebody to grant you freedom, it will never happen; if you want freedom, you have to seize it. Creating art is one way of doing it, and for me it’s the most effective way. On this planet, creating means to stand up, to rebel, to resist. It means striking back.

Mein Brief an mich
01/03/2021
WOMAN
Mein Brief an mich
Sandra Jungmann
Was würdest du in einem Brief an dich selbst schreiben? Genau darum haben wir fürs neue WOMAN 12 Promis gebeten. Das Ergebnis? Berührend.
"Wir sind gerade dabei unsere letzten Freiheiten zu verlieren. Die ganze Welt befindet sich im sogenannten Lockdown, das heisst in den meisten Ländern: Ausgangssperre, Versammlungsverbot, alle Lokale, Museen, Konzertsäle und alle anderen Sport- Kultureinrichtungen, Cafes, Restaurants, Hotels und Geschäfte sind geschlossen, nur Supermärkte und Apotheken sind noch geöffnet. Wr müssen Masken tragen und zu anderen Menschen auf Distanz gehen. Natürlich ist das alles nur zu unserem Besten. Die gesamte Wirtschaft kommt zum erliegen, die Folgen sind Arbeitslosigkeit und Bankrott vieler kleiner und mittlerer Betriebe und gewaltige Staatsverschuldung, bei vielen führt das zu schweren Depressionen, die Selbstmordrate steigt, Drogenkonsum und Gewalt gegen Frauen und Kinder nimmt zu. Wir alle verlieren dabei. Alle? Nein nicht alle. Eine kleine Clique Hundertfacher Milliardäre wie Jeff Bezos, Bill Gates, und einige internationale Grossbanken und Konzernen sind durch die Krise viel lästige Konkurrenz losgeworden und sind gerade dabei ihr Vermögen zu vervielfachen".

DURCH DIE KUNST VERLIERT DER TOD SEINE MACHT
07/01/2013
Zeitkunst
DURCH DIE KUNST VERLIERT DER TOD SEINE MACHT
Petra Augustyn
Interview mit Gottfried Helnwein - Bildliche Anklage gegen Gewalt, Missbrauch und Unterdrückung
Was ist Ironie für Sie? Wenn eine Invasionsarmee, die jahrelang Massaker an der Zivilbevölkerung verübt "Peace keeping Forces, und diese Operation "Enduring Freedom" genannt wird, wenn das Gesetz, das den Bürgern ihre, verfassungsmässig garantierten Rechte, raubt "Patriot Act" genannt wird. Oder wenn dem Oberbefehlshaber der grössten Militärmacht aller Zeiten, der Friedensnobelpreis verliehen wird und er dann eine Todesliste von tausenden Menschen erstellt, die er durch Drohnen eliminieren lässt.

"Ich wäre längst tot gewesen"
03/22/2022
Profil
"Ich wäre längst tot gewesen"
Stefan Grissemann, Wolfgang Paterno
Wir verlieren täglich mehr von jener Freiheit, von der wir einmal annahmen, sie sei irreversibel. Das amerikanische Imperium überzieht die ganze Welt  mit einer raffinierten Propaganda, die Orwells und Huxleys dystopische Visionen verblassen lassen: Diese neue Political Correctness, die Woke-und Cancel Culture nehmen uns die Luft zum Atmen, zerstören jedes Recht auf freie Meinungsäußerung. Sie ist die raffinierteste Form der Zensur, die es jemals gegeben hat., weil sie im Mantel des Gutmenschentums daher kommt. Es ist der Terror der Pseudo-Opfer.

Helnwein - Ein Künstler rechnet ab
01/17/2020
NEWS
Helnwein - Ein Künstler rechnet ab
Susanne Zobl
Interview mit Gottfried Helnwein
Poltical Correctness wird immer mehr zu einem Problem, weil sie nichts als eine geschickt verkleidete Zensur ist, und das Ende der freien Rede bedeutet. Der Karikaturist der süddeutschen Zeitung wurde gefeuert, weil er es gewagt hat eine Karikatur von Netanyahu zu zeichnen, Franziska Becker, die Karikaturistin der feministischen Zeitschrift “Emma” wurde attackiert, weil in ihren Cartoons Frauen in Burkas vorkamen. Das jüngste Beispiel von PC-Lynchjustitz ist die Verleumdungskampagne gegen Peter Handke, mit der Forderung ihm den Nobelpreis abzuerkennen, da er es gewagt hat, mitten im Klima der westlichen Propaganda gegen Serbien, seine Liebe zu diesem Land, seiner Literatur und seiner Landschaft kund zu tun.

"Der Deix würde sich im Grabe umdrehen"
06/27/2019
Standard
"Der Deix würde sich im Grabe umdrehen"
Doris Priesching
Der Künstler Gottfried Helnwein stellt der "NYT" für die Einstellung ihrer Karikaturen ein vernichtendes Zeugnis aus. Die freie Gesellschaft sieht er am Ende

Interview mit Gottfried Helnwein
06/05/2019
Standard
Interview mit Gottfried Helnwein
Stefan Weiss
Der Künstler über Ibiza-Gate, die Macht der US-Konzerne und darüber, warum Political Correctness die politische Linke sprachlos macht Vom weltweit bekanntgewordenen Ibiza-Video war er als Auslandsösterreicher nicht überrascht. Korruption und Machtmissbrauch prangert der in Irland und den USA lebende Künstler Gottfried Helnwein seit vielen Jahren an. Politisch versteht er sich als Linker in der Tradition von 1968. Was ihn stört, ist die Macht der US-Konzerne, aber auch überbordende Political Correctness liberaler Eliten.

06/01/2019
Kurier
Die Erbärmlichkeit der Ibiza-Posse
Ida Metzger
Auch wenn er seit mehr als 20 Jahren in Irland lebt, sieht sich Künstler Gottfried Helnwein nach wie vor als Österreicher. Dieser Tage weilt er in Wien, weil Helnwein für die Premiere des ImPuls-Tanz-Festivals das Bühnenbild für Johann Kresniks Tanztheater „Macbeth“ gestaltet hat. Es ist eine Wiederaufnahme aus dem Jahr 1988, die heute nicht aktueller sein könnte. Damals gab es den Skandal rund um den korrupten CDU-Politiker Uwe Barschel, der tot in der Badewanne gefunden wurde.

Kriegsszenen mit Comicfiguren - Helnwein zum 70.
10/06/2018
DPA
Kriegsszenen mit Comicfiguren - Helnwein zum 70.
Matthias Röder
Er lebt in Irland und den USA, seine Heimat Österreich liebt er. Den Zustand der Welt findet Gottfried Helnwein erschreckend.
Trump ist wirklich ein erstaunliches Phänomen. Es gibt keine Person, die weltweit so massiv bekämpft wird, wie er. Das Ganze artet mittlerweile zu einer totalen Massenhysterie aus. Alle tun so, als wäre die Welt bisher ganz in Ordnung gewesen, und als wäre erst mit Trump das Böse in die Welt gekommen. Ich frage dann gerne meine amerikanischen Freunde, wo wart Ihr denn die letzten Jahre? Als Bush Afghanistan und den Irak verwüstet und Millionen Tote hinterlassen hat? Als Cheney ganz offiziell die Folter wieder eingeführt hat. Wo wart Ihr, als der Friedensnobelpreisträger Obama mit seinem Drohnenprogramm Tausende, darunter viele Kinder töten ließ? Trump ist eigentlich so etwas wie ein Augenblick der Wahrheit. Er ist der amerikanischeste Präsident dieses Jahrhunderts, er ist der Präsident den dieses Land verdient hat. Er ist ein Spiegel in dem die Amerikaner sich selbst und den Zustand ihres Landes erkennen können. Er ist nicht das Problem, nur das Symptom.

Gottfried Helnwein: "Sehen, wo Menschen nicht mehr sehen"
06/17/2018
Kurier
Gottfried Helnwein: "Sehen, wo Menschen nicht mehr sehen"
Michael Huber
Der Künstler erklärt, warum er seine Verhüllung des Ringturms als Maßnahme gegen geistige Blindheit begreift.
Ich glaube, dass Verdrängungsmechanismen eine Schutzmaßnahme sind, weil die Menschen sonst zerbrechen würden, wenn sie sehen müssten, was sie in der Welt um sie herum alles anrichten. Man nimmt dann aber mit der Zeit immer weniger wahr, bis die Wahrnehmung so selektiv wird, dass man nur mehr sieht, was man sehen will, und schließlich ganz aufhört zu sehen. So konnte man zum Beispiel entspannt durch die Straßen gehen, ohne all die Menschen sehen zu müssen, die einen gelben Stern auf der Brust getragen haben. Ich habe immer wieder mit Menschen meiner Elterngeneration diskutiert und nie jemanden getroffen, dem aufgefallen wäre, dass das Leben ihrer jüdischen Mitbürger vor ihren Augen ausgelöscht wurde.

Helnwein: "Kinder, die Massenmorde an Kindern begehen, das ist ein neues Phänomen"
06/14/2018
Die Presse
Helnwein: "Kinder, die Massenmorde an Kindern begehen, das ist ein neues Phänomen"
Almuth Spiegler
Gottfried Helnwein will mit seiner Ringturmverhüllung „die Menschen zwingen, zu sehen“: vor allem die Glorifizierung des Tötens.
Diesen Sommer also kein sorgenloser „Weitblick“ vom Ringturm der Wiener Städtischen wie voriges Jahr das Bergbild von Mihael Milunović hieß. Kein Riesen-Swimmingpool (Tanja Deman, 2015), kein luftiges Agnes-Schleierbild (Arnulf Rainer, 2014). Sondern erstmals Provokation auf Wiens größter Fläche für Kunst im öffentlichen Raum. Gottfried Helnwein lässt ein Mädchen mit einer Maschinenpistole auf das Treiben am Donaukanal zielen. Worauf genau? Das weiß auch Helnwein nicht, wohl auf irgendein Wohnhaus donauaufwärts. Auf der Rückseite geht währenddessen eine Stadt in Flammen auf. Ein Konversationsstück in bester künstlerischer Manier. Daran fährt keiner unberührt vorbei.

Confronting the Intolerable
01/24/2017
Los Angeles Review of Books
Confronting the Intolerable
Brad Evans interviews Gottfried Helnwein
Throughout the entire history, the only forces capable of resisting tyranny and suppression are artists, thinkers, and writers. These are the makers of what we call culture, which means the combination of aesthetics and spirituality. Dictators know that, they have a very good sense for the only serious threat to their power: free creation and free communication. On this planet, creating means to stand up, to rebel, to resist, it means striking back.

Schauen Sie einfach nicht hin!
06/06/2018
Standard
Schauen Sie einfach nicht hin!
Stefan Weiss
Helnwein über seine Ringturm-Verhüllung
Mitte Juni soll sie fertig sein, die jährliche Verhüllung des Wiener Ringturms im Auftrag der Wiener Städtischen Versicherung. Gestaltet wird sie diesmal von Gottfried Helnwein. Der Künstler sieht sich in der Tradition von Goya und Picasso, auch sie haben die Kriege ihrer Zeit in ihrer Kunst festgehalten. Das sei eine Notwendigkeit, meint Helnwein. Wir haben ihn per E-Mail in seiner Wahlheimat Los Angeles erreicht.

03/26/2017
Die Presse
Gottfried Helnwein: "Freiheit muss man an sich reißen"
Judith Hecht
"Ich bin geradezu besessen von der Idee der Freiheit", sagt Gottfried Helnwein. In Los Angeles fühlt er sich frei, weil es in der Stadt eine Toleranz gebe, "die nicht auf hohen ethischen Prinzipien basiert". Angst vor Donald Trump hat er nicht und kann sie auch nicht nachvollziehen. Vielmehr hält er die Reaktionen auf den neuen US-Präsidenten für Massenhysterie.

11/22/2016
WIENER
Die Apotheose des Untergangs
Interview: Manfred Rebhandl
Interview mit Gottfried Helnwein
Gottfried Helnwein spricht im WIENER-Interview über die Götter seiner Jugend, die Abschiedsparty des Abendlandes, die Hohe Schule des Donaldismus und den Faschismus der Globalisierung.

Interview mit Gottfried Helnwein
12/14/2016
heute
Interview mit Gottfried Helnwein
Ich beobachte mit Besorgnis, wie sich die Gewaltspirale beschleunigt. Diese sinnlose Tötung, ohne ersichtliches Ziel, das zu einer gigantischen Verunsicherung führt. Früher, vor den 80ern fand Gewalt der Ersten gegen die Dritte Welt immer auf Schlachtfeldern statt, außerhalb unseres Bereichs. Jetzt ist die Gewalt nach Hause gekommen.

Lost Innocence, Enduring Resistance: An Interview with Gottfried Helnwein
11/02/2016
illusion.scene360
Lost Innocence, Enduring Resistance: An Interview with Gottfried Helnwein
Hayley Evans
In a world fractured by the war machines of capitalism and exploitation, it is all-too-easy to feel distant from the stories of violence that pervade our media and political histories. However, as the renowned artist Gottfried Helnwein has shown in his courageous and provocative work, it is extremely difficult to ignore the suffering of a child, whose pain and stolen innocence exposes the failure and cruelty of the system.

Interview mit Gottfried Helnwein
11/07/2016
Kurier
Interview mit Gottfried Helnwein
Jürgen Klatzer
Künstler Gottfried Helnwein über die Hofburg-Wahl, Troika, Rechtspopulisten, Irland und die Nachkriegszeit in Wien
Der Aufstand der Jugend in den Sechzigern war eine historische Notwendigkeit. Die Generation unserer Eltern und Großeltern waren durch zwei Weltkriege und das Nazi-Regime beschädigt. Sie waren für den Holocaust verantwortlich. Und danach hatte viele ehemalige Kriegsverbrecher wichtige Ämter und Positionen in der Regierung oder waren in öffentlichen Institutionen beschäftigt. Der ehemalige SS-Mann und Massenmörder Friedrich Peter war Chef der Freiheitlichen. Oder Heinrich Gross, der in der NS-Zeit 800 Kinder ermordet hatte, war der meistbeauftragte Gerichtspsychiater Österreichs (der KURIER berichtete). Dementsprechend war auch das Klima in der Bevölkerung.

NAHAUFNAHMEN
09/03/2016
Propyläen Ullstein Verlag
NAHAUFNAHMEN
Gero von Böhm
Gespräch mit Gottfried Helnwein
In all den ständig wechselnden Systemen und Ideologien haben die Erziehungssysteme aber immer das gleiche Ziel gehabt: die Spontaneität, die Kreativität, die Imagination und die Verwegenheit der Kinder zu zerstören, um sie zu Bürgern zu machen. Für mich funktionieren all diese Erziehungssysteme wie Mähdrescher: vorne kommen die Kleinen hinein, und hinten kommen sie dann fein geschrotet und gemahlen wieder heraus: als anständige Staatsbürger, Soldaten, Steuerfahnder, Banker, Politiker, Geheimagenten, Huren und Rennfahrer.

Die neuen Nazis sehen anders aus
09/03/2016
MilionArt
Die neuen Nazis sehen anders aus
Interview mit Gottfried Helnwein
Geschichte hat zwar die Tendenz sich zu wiederholen, aber niemals im gleichen Gewand. Die neuen Nazis kommen nicht in braunen Uniformen und Stiefeln daher, sie haben schicke, massgeschneiderte Anzüge, sie lächeln freundlich und arbeiten für Goldman Sachs und Monsanto.

Gottfried Helnwein, Interview
08/06/2016
EX-POSURE
Gottfried Helnwein, Interview
Eleni Zymaraki Tzortzi
ΕΠΙΛΕΓΜΕΝΗ ΚΑΤΗΓΟΡΙΑ
The only things our children need from us are: freedom and respect. Everything else they bring with them: spontaneity, creativity, intuition, imagination and vision. Children still have a connection to the magic of their own spiritual world, that grown-ups have lost long ago. We should not disturb our children in their dreams and poison their minds with imbecile television, genetically modified junk food, drugs, psychologists, corrupt politics, internet- violence, pornography and oppressive schools. Maybe we should just leave them alone and let them make their own decisions because they are anyway closer to the truth then we are. I think we can learn more from children, than they can learn from us. I agree with Captain Beafheart who said: ‘I needed to purge myself of all the attention my parents had given me - I wasn't neglected enough as a child. ‘

"Das Problem ist, dass die Leute nicht wissen, wohin"
05/20/2016
Kurier
"Das Problem ist, dass die Leute nicht wissen, wohin"
Michael Huber
Gottfried Helnwein über den Wandel in Politik und Medien und die Rolle politisch engagierter Kunst
Interview

Die 120 Tage von Sodom
05/25/2015
BZ
Die 120 Tage von Sodom
Dirk Krampitz
Volksbühne: Das Gruselkabinett des Horror-Künstlers
Für Kresniks „Die 120 Tage von Sodom“ schuf Gottfried Helnwein das Bühnenbild. Der B.Z. stand der Horrorkünstler Rede und Antwort.

»Ich kann mich in kein System einfügen«
10/04/2015
Süddeutsche Zeitung
»Ich kann mich in kein System einfügen«
Sven Michaelsen Fotos: Ingo Pertramer
Sven Michaelsen spricht mit Gottfried Helnwein
Als Kind zerschnitt sich der Wiener Maler Gottfried Helnwein die Hände mit Rasierklingen. Durch Donald Duck entdeckte er die Kunst. Heute sind seine Horrorvisionen längst Kunstgeschichte. Ein Gespräch über die Abgründe eines ungewöhnlichen Lebens.

"Ich wurde bezichtigt, geistesgestört zu sein"
06/03/2014
taz
"Ich wurde bezichtigt, geistesgestört zu sein"
Michael Marek
KUNST In den Siebzigern wurde Gottfried Helnwein für wahnsinnig gehalten, weil er fotorealistische Bilder gequälter Kinder malte. Eine Besessenheit, sagt er, und malt sie noch: Gewalt sei sein Thema, Gerechtigkeit gebe es nicht. Ein Gespräch über Hitler und Donald Duck

56th Southern California Journalism Award for Interview "Gottfried Helnwein: The Homecoming of a Revolutionary Artist"
07/01/2014
56th Southern California Journalism Award for Interview "Gottfried Helnwein: The Homecoming of a Revolutionary Artist"
Interview by Barbara Gasser for 'Wiener" Magazine
Category International Journalism: Personality Profile

Helnwein bricht eine Lanze für Giger
05/22/2014
Suedostschweiz
Helnwein bricht eine Lanze für Giger
Olivier Berger
Interview mit Gottfried Helnwein
Ich glaube, dass man als Künstler auch bis zu einem gewissen Masse Chronist seiner Zeit ist. Die Massenmedien bombardieren die Menschen unentwegt mit Berichten von Katastrophen und Terror in einen Zustand von völliger Hilflosigkeit und Depression. Nur die Kunst hat die Macht, den Schrecken und das Abgründige der menschlichen Existenz zu transzendieren und aufzulösen.

Albertina Künstlergespräch mit Gottfried Helnwein
05/13/2014
Albertina Künstlergespräch mit Gottfried Helnwein
Im Vorfeld seiner großen Albertina Retrospektive führte Gottfried Helnwein ein Künstlergespräch mit Rainer Nowak, dem Chefredakteur "Die Presse". Albertina Museum, Wien, 23. 5. 2013

»Ich kann mich in kein System einfügen«
11/14/2013
Süddeutsche Zeitung Magazin
»Ich kann mich in kein System einfügen«
Sven Michaelsen
Interview mit Gottfried Helnwein
Als Kind zerschnitt sich der Wiener Maler Gottfried Helnwein die Hände mit Rasierklingen. Durch Donald Duck entdeckte er die Kunst. Heute sind seine Horrorvisionen längst Kunstgeschichte. Ein Gespräch über die Abgründe eines ungewöhnlichen Lebens.

Das Böse ist immer relativ
10/27/2013
Frankfurter Rundschau
Das Böse ist immer relativ
Arno Widmann
warum der Maler Gottfried Helnwein in seinem Werk Epiphanie I, (Anbetung der Könige) SS-Offiziere auftreten lässt
Gottfried Helnwein ist einer der bekanntesten lebenden Maler. In der Albertina in Wien gab es gerade eine große Retrospektive seiner Werke. In diesem Gespräch geht es nicht um die anderen berühmten Bilder Helnweins, die von verletzten Mädchen oder die, auf denen er selbst dargestellt ist als Geschundener, oder seine Arbeiten für das Theater. Wir sprechen über ein einziges Bild, über „Epiphanie I (Anbetung der Könige 3), 2013.

"MEIN SEHNSUCHTSORT WAR ENTENHAUSEN"
07/05/2013
Der Standard
"MEIN SEHNSUCHTSORT WAR ENTENHAUSEN"
Andrea Schurian
Gottfried Helnwein stellt in der Albertina seine Vielseitigkeit unter Beweis - Der Meister des Hyperrealismus über Kunst und amerikanische Politik
Wien - Jedes Bild ein drastisches Manifest, ein empörter Wutschrei gegen Kindesmissbrauch und Gewalt; Mitgefühl mit den Opfern, Warnung vor braunen Schatten der Vergangenheit. Bandagierte Körper und Köpfe, verklebte Münder, Blut. Dazwischen Liebe und Micky Maus und Donald Duck und Stars von Andy Warhol bis Sean Penn. Trivial, popkulturell, politisch, aufrüttelnd, hyperrealistisch, in den 1960er-Jahren das Bürgertum verschreckend; heute im Museum gelandet.

Gottfried Helnwein & The Dreaming Child
06/15/2013
EuroArts Music
Gottfried Helnwein & The Dreaming Child
This unique documentary explores what happens when the artist Gottfried Helnwein takes on the role of Production Designer for the never-before-seen opera The Dreaming Child written by Israel’s most famous playwright, Hanoch Levin.

Gottfried Helnwein im Gespräch mit Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder
06/22/2014
ORF
Gottfried Helnwein im Gespräch mit Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder
Am 26. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF
Er gehört zu den international bedeutendsten österreichischen Künstlern: Gottfried Helnwein. Anlässlich seines 65. Geburtstages und rechtzeitig zur Eröffnung der großen Albertina-Retrospektive mit mehr als 150 Werken aus allen Werkphasen bringt ORF III Kultur und Information ein einzigartiges Künstlergespräch und zeigt am Sonntag, dem 26. Mai 2013, um 18.25 Uhr in einem "ORF III Spezial" Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, im Gespräch mit Gottfried Helnwein. Helnwein erklärt dabei, warum er Wien vor Jahrzehnten verlassen hat, warum ihn sein Schaffen immer wieder zum Motiv des missbrauchten Kindes zurückführt und warum in der trivialen Kunst eine unglaubliche Power liegt.

Das Spießertum zieht immer den Kürzeren
05/24/2013
Schau Magazin
Das Spießertum zieht immer den Kürzeren
Chris Berndl
Interview
Raus aus der Komfortzone. Im schau-Interview anlässlich seiner Retrospektive in der Wiener Albertina fordert uns Gottfried Helnwein auf, wieder selbst aktiv zu werden. Obwohl er die Welt längst in den Fängen von globalen Megakonzernen und Turbokapitalismus sieht, hätte jeder von uns die Macht, etwas zu ändern. Hinterfragen, auflehnen und boykottieren lautet seine Devise.

05/24/2013
Wienerin
Gottfried Helnwein im Gespräch
Sylvia Margret Steinitz
Die Retrospektive seines Werks, die ihm die Wiener Albertina zum 65. Geburtstag ausrichtet, läuft mit großem Erfolg. Die WIENERIN sprach mit Gottfried Helnwein über das Mädchen als immer wiederkehrendes Motiv, die Notwendigkeit von Feminismus und warum an Schulen Kampfsport unterrichtet werden sollte.

KULT- MALER IM TALK
05/24/2013
NEWS
KULT- MALER IM TALK
APA
"Kinderbilder schockierten, weil sichtbar wurde, was Leuten unsichtbar lieber wäre"
Heute eröffnet die Wiener Albertina eine große Retrospektive zu Gottfried Helnwein. Der österreichische Künstler, der seit vielen Jahren in den USA und in Irland lebt, hat mit seinen hyperrealistischen, oft schockierenden Darstellungen bandagierter und blutender Kinder, mit seinen gequälten Selbstporträts und mit seinen düsteren Donald Duck-Bildern seine ganz eigene Zeichensprache etabliert. Im APA-Interview spricht Helnwein über mangelnde "Verdrängungsmechanismen", die Sehnsucht nach Entenhausen und den nahenden Untergang der westlichen Zivilisation.

GOTTFRIED HELNWEIN ÜBER TERRORISMUS, KRISE UND GEGENKULTUR
05/21/2013
Vice Magazin
GOTTFRIED HELNWEIN ÜBER TERRORISMUS, KRISE UND GEGENKULTUR
David Bogner
Als Kind hab ich oft Tage damit verbracht, in den Bildbänden Gottfried Helnweins zu blättern und mir die weirdesten Geschichten zu den Bildern von bandagierten Kindern einfallen lassen. Der Maler war Teil meines Aufwachsens—genauso wie die Stones, Mickey Rourke und andere Poster-Bad-Boys der Post- 68er-Generation, der auch meine Eltern angehörten. Helnweins Werk ist vielfältig und berührt uns an den dunkelsten Stellen unserer Seele, des Unterbewusstseins oder als was auch immer ihr die Triebfeder des menschlichen Handelns bezeichnen wollt, die uns Kinder foltern, aber auch Samariter sein lässt. Darüber hinaus hat der Künstler mit seiner Technik, die eine Kombination aus Fotografie und Malerei darstellt, schon in den 70er Jahren eines der wichtigsten Themen der Gegenwart vorweggenommen: die Inszenierung von Bildern und wie wir durch sie manipuliert werden können. Dementsprechend misstrauisch fällt auch das Interview aus.

РЫЦАРЬ НЕВИННОГО ОБРАЗА
10/21/2013
SNOB
РЫЦАРЬ НЕВИННОГО ОБРАЗА
Марина ОЧАКОВСКАЯ
К ретроспективе австрийского художника Готтфрида Хельнвайна в венском Музее «Альбертина»
Послевоенная Австрия представляла собою причудливое зрелище. Во-первых, это была единственная страна из советской оккупационной зоны, не «вступившая на путь социалистического развития», а как-то умудрившаяся сохранить рыночную экономику. Во-вторых, ей замечательно удалось сыграть роль первой жертвы нацизма, и это при том, что австрийцы, составляя около девяти процентов населения гитлеровского Рейха, поставили добрую половину кадров СС. Наконец, если в Германии серьезно отнеслись к денацификации, то Австрия оправдывала своих фашистов пачками – и прокуратура, и судебные органы были напичканы бывшими нацистами, которые своих, конечно же, осуждать не хотели.

05/17/2013
Wiener Zeitung
Gottfried Helnwein im Interview
Christina Böck
Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
Ab 25. Mai zeigt die Albertina eine große Retrospektive von Gottfried Helnweins Arbeiten. Vieles davon wird zum ersten Mal in Wien zu sehen sein. Mit der "Wiener Zeitung" sprach der 64-Jährige, der für seine hyperrealistischen, verstörenden Bilder bekannt ist und der in Los Angeles und Irland lebt, in einer Ausstellungsaufbau-Pause.

05/15/2013
Kulturzeitung 80
Kunst hat die Macht, alles zu verändern
Wolfgang Pauker
Gottfried Helnwein Retrospektive in der Albertina
Gottfried Helnwein schaffte es mit seinen hyperrealistischen, gesellschaftskritischen Bildern in den Olymp der internationalen Kunstwelt. Anlässlich seines 65. Geburtstages, den er im Oktober feiert, widmet ihm die Wiener Albertina nun die bisher größte Retrospektive seines Schaffens im deutschsprachigen Raum. Wir sprachen mit ihm über das Weltgeschehen, Wege mit Kunst daran etwas zu verändern und warum er immer Wiener bleiben wird...

DER VERSTÖRER
05/02/2013
NEWS
DER VERSTÖRER
Susanne Zobl
Gottfried Helnwein- Vor der monumentalen Albertina-Schau ab 25 Mai besuchte NEWS den Weltkünstler in L.A.
Das Gefährlichste, was einem Künstler passieren kann, ist: von der bürgerlichen Gesellschaft vollkommen akzeptiert und umarmt zu werden. Es ist die Todesumarmung. Der Anfang vom künstlerischen Ende. Mir geht es darum, dass Menschen meine Bilder sehen. Mir haben immer wieder Leute gesagt, dass sich meine Bilder schon in ihrer frühen Kindheit tief in ihr Gedächtnis eingegraben haben und dass sie eine wesentliche Erfahrung für sie waren. Ich denke, das können nicht viele Künstler von sich sagen. Es ist mir wichtig, dass meine Bilder in Museen sind, aber noch wichtiger ist es mir, dass sie in den Köpfen der Menschen sind.

RÜCKKEHR EINES REVOLUTIONÄRS
05/01/2013
Wiener
RÜCKKEHR EINES REVOLUTIONÄRS
Barbara Gasser
Ab Mai widmet die Albertina Gottfried Helnwein eine umfassende Retrospektive. WIENER-Autorin Barbara Gasser hat den Künstlerin seinem Atelier in Downtown Los Angeles besucht
Gottfried Helnwein: Nach dem Sandy Hook Massaker, wo 20 Schüler kaltblütig erschossen wurden, titelte Jonathan Keats seinen Artikel im „Forbes“ Magazin mit „The true Impact of Violence on Childhood? Why every American ought to see the paintings of Gottfried Helnwein“. Gewalt wird in den USA verherrlicht. Amerika beschert uns eine Kultur des Tötens. Das beginnt bereits bei den Videogames, wo Kindern Killen als Unterhaltungsform vorgesetzt wird. Es sind aber nicht die Waffen Schuld, sondern das Übel liegt in der Gesellschaft. Jedes dieser High School Massaker Kids ist jahrelang mit Psychopharmaka voll gepumpt worden. Das Aus- und Fortbildungswesen ist in den USA erschreckend. Der Staat pulvert lieber eine Trillion Dollar in die Waffen- und Kriegsindustrie statt in Erziehung.

03/31/2013
ORF
Gespräch mit Gottfried Helnwein
Der österreichische Künstler Gottfried Helnwein spricht über seine Arbeit und seine bevorstehende Retrospektive in der Wiener Albertina.
12.40, Ö1 GESPRÄCH - Intermezzo Der Maler Gottfried Helnwein antwortet auf Fragen von Christine Scheucher.

"DAS IMPERIUM GEHT UNTER"
02/02/2013
Die Presse
"DAS IMPERIUM GEHT UNTER"
Almuth Spiegler
Interview mit Gottfried Helnwein. Nach 28 Jahren stellt Gottfried Helnwein wieder in Wien aus, in der Albertina. "Die Presse am Sonntag" traf ihn bei einem Arbeitsbesuch.

Looking Inside: A Conversation with Gottfried Helnwein
05/01/2013
Albertina Museum Vienna
Looking Inside: A Conversation with Gottfried Helnwein
Howard N. Fox
On the Occasion of the Retrospective of Gottfried Helnwein at the Albertina Museum, May 25, 2013
GH: Vienna, the city I was born into right after the Second World War was a dreary place. The long shadows of the Third Reich were still cast over the city and the smell of death was in the air. I remember the empty streets, ruins of bombed houses, rust, rubble, no colors, no sound. There was a sense of despair. All the grown-ups I saw seemed silent, dark and broken. I never saw anybody laugh, I never heard anybody sing. It was a world that stood still, as if undecided yet if life should go on. What I didn't know then, was that my parents’ generation had recently lost two World Wars in a row and just completed the biggest genocide in history. The only art that I saw in my early childhood were 19th century paintings of tortured, blood-soaked martyrs and saints on the wall of cold churches were I spent a good time of my childhood. Until one day some PR-officers of the occupying American forces, God bless their hearts, thought it a good idea to bring some American culture, say Walt Disney's comic books, to us Nazi-kids in Germany and Austria to re-educate us. Especially the Donald Duck stories by the ingenious Disney artist Carl Barks hit us children like a comet and turned our world upside down. It was a culture shock. For me it was also an epiphany, a religious experience. Opening my first comic book was like leaving my parents’ yesterday-realm of death and darkness and stepping into a bright and infinite future. For the first time I experienced color and speed and the power of fantasy and imagination.

GOTTFRIED HELNWEIN
12/01/2012
Auxiliary Magazine
GOTTFRIED HELNWEIN
Jennifer Link
Editor in Chief
INTERVIEW
Auxiliary Magazine: Many pieces of your work are intimate glimpses to fascist figures and groups. Is this a theme you still feel is relevant? Helnwein: Mussolini once said: "Fascism should rightly be called Corporatism, as it is the merger of corporate and government power". Well, look around - does it look like there is a growing influence of bankers and big corporations on our governments and our lives? The new Fascists will not come as grim looking brutes in daemonic black uniforms and boots, they will wear slick suits and ties, and they will be smiling.

“El arte, un medio para tomar conciencia” Gottfried Helnwein
10/18/2012
Milenio
“El arte, un medio para tomar conciencia” Gottfried Helnwein
Emiliano Balerini Casal
Cultura
El artista austriaco expone en el Museo Nacional de San Carlos su muestra 'Fe, esperanza y caridad', compuesta por 34 imágenes que provocan gran impacto.
Ciudad de México  • Considerado uno de los artistas plásticos y fotógrafos hiperrealistas más polémicos de la actualidad, Gottfried Helnwein (Viena, 1948) se encuentra de visita en México para inaugurar hoy la exposición Fe, esperanza y caridad en el Museo Nacional de San Carlos. Se trata de una retrospectiva integrada por 34 imágenes intervenidas que muestran la realidad humana, en especial la de los niños. Sus obras también se podrán ver en la Galería Hilario Galguera y en el Monumento a la Revolución.

Gottfried Helnwein y su Canto de la Aurora
10/16/2012
Esquire
Gottfried Helnwein y su Canto de la Aurora
Sandra Cerisola
Redacción
El artista vienés se presenta en la ciudad de México. Hablamos con el galerista Hilario Galguera sobre la relevancia de estas exhibiciones
Para Gottfried Helnwein el arte tiene un sentido humano y altruista. Pero en la exposición llamada El canto de la aurora, que se presentará en la galería Hilario Galguera, no esperen encontrar escenas obvias. El artista vienés -conocido ampliamente por su trabajo con músicos como Rammstein y Marilyn Manson- mostrará 12 pinturas hiperrealistas, inspiradas por el espíritu de la Europa de la post guerra, donde vemos imágenes de niñas que muestran la inocencia de la infancia, pero de una manera sutil pero conmovedora también la violencia y la destrucción. Hablamos con Hilario Galguera sobre lo que propone Helnwein en esta exposición.  

10/16/2012
Esquire
Interview with Gottfried Helnwein
Sandra Cerisola
English Version
GH: People are constantly bombarded with millions of images of the daily horror from around the world, through mass media, television, internet, which makes us feel helpless, because it tells us there is nothing we can do about it. Art is the exact opposite; with art you can approach any subject, no matter how horrible, because aesthetics can transcend and transform any uglyness, into something beautiful, it can elevate, inspire and might be able to open doors to understanding. My images always dealt with what's happening around me, I wasn’t making things up. From early childhood on when I looked at people around me I perceived them as suffering in some way, without being conscious about it. I thought that most people seemed to be somewhat damaged , and that’s what I started to show in my paintings.

10/12/2012
Deutsche Zeitung in Mexico
„Es ist die Welt die schockiert, meine Arbeit ist nur die Antwort darauf.."
Lisa Hagen
Interview mit Gottfried Helnwein
Helnwein: "Ich war 18, als ich beschloss Künstler zu werden. Davor sah ich keinen Platz für mich in der Gesellschaft. Ich konnte zwar immer gut zeichnen, aber Künstler wollte ich nie werden, die Vorstellung, ein Leben lang mit Rauschebart vor einer Staffelei zu stehen und irgendwelche abstrakten Bilder zu malen, erschien mir grauenhaft. In meinen Tagträumen in der Schule sah ich mich eher als Revolutionsführer, der das ganze System zum Einstürzen brachte".

10/10/2012
Chilango Magazine
Interview with Gottfried Helnwein
English Version
My work process is based on passion, intuition and curiosity. I don't have a specific plan or method. I just keep moving forward, and each work is a new attempt to get closer to my basic vision, knowing that I will never fully reach it.

Interview - Gottfried Helnwein spricht über die Rolling Stones
04/06/2012
NEWS
Interview - Gottfried Helnwein spricht über die Rolling Stones
Evie Sullivan
Los Angeles
Ich kann mich erinnern, als dann die Beatles kamen, war das eine Erschütterung, eine Ungeheuerlichkeit, die bei der Generaton meiner Eltern Panik auslöste. Immer wieder hörten wir die Rufe: ‚Die gehören vergast, unterm Hitler hätte es das nicht gegeben!’ Wir ließen uns die Haare wachsen und wurden auf der Straße auch immer so begrüßt: ‚Ihr Gesindel, Ihr gehört's vergast!’ Ich war eigentlich kein Beatles-Anhänger. Ich fand sie interessant, aber erst der Auftritt der Stones war für mich das Schlüsselerlebnis. Es gab ja damals zwei Lager, die Beatles und die Stones Anhänger, die sich eine Zeitlang feindlich gegenüberstanden. Ich war immer auf der Seite der Stones. Die Beatles hatten ja am Anfang dieses gestylte, uniforme Band-Image mit ihren Pilzköpfen, schmalen Krawatten und den schicken Anzügen. Die Stones waren ganz anders, wild, verwahrlost, ungezügelt, verwegen. Es war die Ahnung einer Zeit des Ungehorsams, des Widerstands, der Rebellion. Sie haben uns den Geschmack von Freiheit vermittelt. Ihre Lieder waren härter, aggressiver, anarchistischer. Sie nahmen sich einfach alle Freiheiten und alle Mädchen und verhöhnten die Welt unserer Eltern. Und sie sahen vor allem genau so aus, wie wir gerne ausgesehen hätten. Für uns biedere, eingeschüchterte Nachkriegskinder, die wir wie Ministranten da standen, mit roten Ohren und Hitlerjugend-Haarschnitt - vorne ein Schopf und hinten bis zum Wirbel hinauf geschoren - für uns waren sie wie Götter, die aus einer höheren Welt zu uns heruntergestiegen waren.

Ich bin gläubiger Donaldist
03/01/2012
Playboy
Ich bin gläubiger Donaldist
Stefan Skiera
Interview mit Gottfried Helnwein
Helnwein: Schmerz und Gewalt gegen Wehrlose sind die zentralen Themen meiner Arbeit. In den Siebzigern haben meine Bilder und Aktionen Entsetzen hervorgerufen, weil man dachte, ich sei pervers. Der Missbrauch von Kindern wurde damals von der Gesellschaft und den Medien vollkommen verschwiegen. Mittlerweile ist einiges von diesem systematischen Terror gegen Kinder ans Licht gekommen. Sie wurden in der Psychiatrie gefesselt und in dunkle Räume gesperrt und Bettnässer mit Elektroschocks behandelt. Die österreichische Psychiaterin Maria Nowak-Vogl hat Kinder absichtlich mit Malaria infiziert und in ihrem "Kreuzzug gegen Onanie" Röntgenstrahlen, Psychopharmaka und Tiermedikamente bei kleinen Mädchen eingesetzt.

Gottfried Helnwein
02/10/2013
VICE
Gottfried Helnwein
David Bogner
Interview David Bogner, Fotos von Bree Zucker

11/01/2011
Partime Magazine
Interview mit Gottfried Helnwein
Linda Cooper
Well, I grew up in an interesting religion, called Christianity. The first art I saw as a little child were the paintings of tortured saints in the church; blood drenched, squirming people in colorful drapery, gazing towards heaven, grinning in ecstasy. The center of the worship was a man nailed onto a wooden cross, crowned with a crest of thorns piercing his head. And again, blood is dripping all over his skinny body. For 2000 years people in the western world grew up with iconography, songs and rites that glorify blood, pain and death, and God, the creator of the whole universe is allegorized as a bearded man dying in anguish. In this tradition, blood got a deeply symbolic and mystic significance and meaning. The greatest artists of the Occident have depicted blood in so many aesthetic variations in the most beautiful paintings, so that these images are now deeply imbedded in our collective subconscious memory.

Der Malerfürst
10/11/2011
FIRST magazine
Der Malerfürst
Susanne Rabl
Interview mit Gottfried Helnwein auf seinem Irischen Schloss
"Als ich in den 1990er Jahren nach Irland kam, war es das freieste Land der westlichen Welt. Es gab nicht einmal den Ansatz irgendeinereiner Bürokratie. Es existierten überhaupt keine Formulare, die man hätte ausfüllen können, man konnte ohne Führerschein Autofahren und Künstler waren von der Steuer befreit. Ich hatte 10 Jahre lang keinen einzigen Polizisten gesehen, ich war mir gar nicht sicher, ob es soetwas hier überhaupt gibt. Das war mein Land. Ich komme nämlich sehr gut ohne Bevormundung, Überwachung und Kontrolle irgendwelcher Behörden zurecht. Die EU hat aber in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die Party hier vorbei ist und einige Banker haben das Land vor kurzem auch noch bankrott gemacht. Sonst ist es aber immer noch gemütlich hier."

02/03/2011
Sacramento News & Review
Painting innocence
Shoka
Photo-realist Gottfried Helnwein uses children for perspective in his artwork

GOTTFRIED HELNWEIN
01/01/2011
whitewall
GOTTFRIED HELNWEIN
Amani Olu
Photography by Rafael Y. Herman
INTERVIEW
WW: Was there any theory behind your work at this early stage? GH: No. I didn't believe in intellectual explanations or irrational conclusions. I believed in spontaneous, intuitive things like rock and roll. I felt a part of rock and roll street culture and comics. That I understood because you don't have to know theory. You only need to hear it, see it, and you know it. That's actually the power of the so-called trivial or low art. It's instant and deep, penetrating. You hear Keith Richards and what do you need to know? You feel it in your gut. That's how I painted.

Peter Frank talks with Gottfried Helnwein
08/01/2010
Friedman Benda Gallery, New York
Peter Frank talks with Gottfried Helnwein
Peter Frank
On the occasion of Helnwein's Solo Show "I Was a Child" at Friedman Benda NY
The first child I collaborated with in my performances was Sandra, a six-year old girl. Her parents considered her a problem child and I think her mother had a hard time coping with Sandra’s twisted sense of humor. One time, when she confined her daughter to her bedroom as punishment for something, Sandra cut up all her mothers clothes into tiny little pieces, arranged them in a neat pile in the middle of the room and called her mom with her innocent voice. Another time she set fire to her parent’s apartment. She was one tough and mean little lady, but I liked her instantly. She had the pride of a Latino street gang leader. When she looked at you, her piercing little eyes had a very clear message: “don’t mess with me”.

Helnwein zum Tod Michael Jacksons
06/26/2009
Österreich
Helnwein zum Tod Michael Jacksons
Christoph Hirschmann
Chefredakteur
Christoph Hirschmann spricht mit Gottfried Helnwein
Helnwein: Ich hatte den Eindruck er hatte ein ehrliches Interesse, Kindern zu helfen. Er wollte alle Waisenheime und Kinderkrankenhäuser sehen. Wenn wir bei einem Krankenhaus ankamen, standen die Ärzte und Schwestern Spalier -, und er wollte die schlimmsten Fälle sehen. Ein Kind wurde ihm gezeigt, das ganz grün war und an einer schweren Leberkrankheit litt. Er saß eine Stunde lang an seinem Bett, hielt es in den Armen und streichelte es. Und als er erfuhr, dass kein Geld für die lebensrettende Transplantation vorhanden sei, gab er seinen Leuten den Auftrag die besten internationalen Spezialisten ausfindig zu machen und versprach die Kosten zu übernehmen.

04/16/2009
AssociatedNews.US
MICHAL SZYKSZNIAN SPEAKS WITH GOTTFRIED HELNWEIN, Part II
Michal Szyksznian
"My first performance was with six-year-old Sandra, who was considered a problem child by her parents. I think her mother had a hard time coping with Sandra’s wicked sense of humor. One time, as protest for being locked in her room, she cut up all her mother’s clothes into tiny little pieces, arranged them in a neat pile in the middle of the floor and called her mum with the innocent voice of an angel. Another time she set fire to her parent’s apartment. She was one tough and mean little lady, but I liked her instantly. She had the pride of a Latino street gang leader. When she looked at you, her piercing little eyes had a very clear message: “Don’t mess with me!”

"Helnwein - Die Stille der Unschuld"
04/01/2009
DOK.FEST München
"Helnwein - Die Stille der Unschuld"
Claudia Schmid, Deutschland 2009, 116 Min.
"In der Ausstellung ist erstaunlich viel passiert. Zum ersten sind alle meine Bilder nach kurzer Zeit mit kleinen Stickern überklebt worden , auf denen stand: „Entartete Kunst.“ Ich wurde mit meiner Nase direkt in dieses Thema hineingestoßen. Die Leute haben über meine bandagierten Kinder gerätselt. Ist das ein Geisteskranker, der das malt? Ist das ein Wahnsinniger? Und wenn ich mich zu erkennen gegeben habe, als der, der das verbrochen hat, waren die Leute meistens noch mehr verwirrt. Sie haben gesagt: „Sie scheinen ja ganz normal zu sein, wieso machen Sie denn so was?“ Und dann immer die hoffnungsgeschwängerte Frage: „Haben Sie eine schreckliche Kindheit gehabt? Wurden Sie missbraucht?“ Diesen Bildern ausgeliefert zu sein ohne Erklärung, schien das Unerträgliche für die Leute zu sein."

Michal Szyksznian speaks with Gottfried Helnwein
01/01/2009
AssociatedNews.US
Michal Szyksznian speaks with Gottfried Helnwein
Michal Szyksznian
celebritarian.pl
HELNWEIN: LA is a strange place. A few blocks from my studio the streets are filled with thousands of homeless people, huddling on sidewalks or staggering through the streets -- and from time to time some lost soul is gesticulating franticly and shouting at invisible enemies. I live and work in the so called "artist district" in downtown Los Angeles - an innocent little island with old warehouses and brick buildings that look like left-overs from a noir movie set, inhabited by artists, photographers, musicians, skinny girls with nice tatoos, freaks, and Japanese students from SCI-Arc (The Southern California Institute of Architecture) placed in the former Santa Fe Rail Road freight-depot, a concrete block one-quarter of a mile long. The heart of the artist district is the "Groundworks" cafe in a red-painted building across the old, run-down "American Hotel" where Bukowski once wrote the screenplay for "Barfly". The air is heavily polluted from all these diesel trucks that blow their unfiltered exhaust gases through their erected chrome-pipes into the air of downtown. When I touch my paintings my hands gets black from the layers of black dust, that sets on everything all the time.

SECHS FRAGEN AN GOTTFRIED HELNWEIN
12/19/2008
Berner Zeitung BZ
SECHS FRAGEN AN GOTTFRIED HELNWEIN
Marco Zysset
Marco Zysset spricht mit Gottfried Helnwein
Einst wurde Ihre Kunst als „entartet“ gebrandmarkt, heute installieren Sie in einer ganzen Stadt. Zeichen der Zeit? Helnwein: "Meine Arbeiten haben immer polarisiert. Von meiner ersten Ausstellung an, wo man mir Stickers mit den Worten: "Entartete Kunst" auf die Bilder geklebt hat, bis zur Beschlagnahmung meiner Arbeiten und Ausstellungsverboten, habe ich alles erlebt, Ich habe immer mit Gegenwind gearbeitet. Im Rückblick muss ich aber sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Reaktionen positiv und ermutigend waren. Meine Ausstellung "The Child" im San Francisco Fine Arts Museum im Jahr 2004 wurde von 130 000 Menschen gesehen, das war Museumsrekord. Der "San Francisco Chronicle" bezeichnete diese Ausstellung als die wichtigste eines zeitgenössischen Künstlers in diesem Jahr. Leute, die mich in dem Museum erkannten sind spontan auf mich zugekommen, haben mich umarmt und sich bei mir bedankt. Manche hatten Tränen in den Augen und eine Frau sagte zu mir: Sie wissen wahrscheinlich gar nicht wie wichtig es ist dass Sie diese Arbeiten gerade hier und jetzt zeigen"

MEET GOTTFRIED HELNWEIN
12/01/2008
TRUCE Magazine
MEET GOTTFRIED HELNWEIN
Stefan Jermann
Stefan Jermann talks with Gottfried Helnwein
It’s a foggy, cloud-streaked afternoon in Waterford County, Ireland. I’m meeting a man who has spent a large part of his life on this island that is famously steeped in tradition. He’s called this place home for some while. Ireland has a long history of treating its artists, literary figures and musicians well.

Maler Helnwein: „Wo immer ich bin, ist auch Österreich“
12/01/2008
Die Presse
Maler Helnwein: „Wo immer ich bin, ist auch Österreich“
Anna-Maria Wallner und Christian Gattringer
Interview mit Gottfried Helnwein
Gottfried Helnwein hat ein Wandgemälde an der Linken Wienzeile entworfen. Im Interview spricht er über die Qualitäten Wiens, seine mögliche Rückkehr und warum er eigentlich Ausländer in Österreich ist.
"Ich hab noch nie etwas im Zusammenhang mit der Klimaproblematik gemacht, aber das Thema liegt mir am Herzen. Ich lebe in L.A., wo die Luft so schlecht ist, dass man kaum atmen kann. Wenn ich dort mit dem Finger über meine Schreibtischplatte im Atelier fahre, ist meine Hand schwarz. Ich glaube dass wir derzeit nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine ökologische Krise erleben, und ich denke es ist wichtig darauf aufmerksam zu machen".

ES MÜSSEN NOCH MEHR BLASEN PLATZEN
10/12/2008
NEWS Magazin
ES MÜSSEN NOCH MEHR BLASEN PLATZEN
Renate Kromp
Interview
Der Weltkünstler über den Rechtsruck und die Ursachen der Politikverdrossenheit in Österreich Gottfried Helnwein.
Der begnadete Künstler rechnet im NEWS-Interview mit der Politik, dem Kapitalismus und den Regeln des Kunstmarkts ab.

Fabrik Helnwein
09/20/2008
MADONNA Magazin
Fabrik Helnwein
Christoph Hirschmann
Chefredaktion Ressortleiter Kultur
Interview mit Gottfried Helnwein
Helnwein: Ich bin trotz allem gerne in Los Angeles, muss ich sagen. Ich geniesse es, wenn ich früh in der Morgensonne durch die ausgestorbenen Strassen Downtowns ins Atelier gehe, vorbei all den Graffiti-Kunstwerken an den Fassaden der heruntergekommenen Industriebauten und dem Abfall auf der Strasse. Bis Mittag lebe ich in einer Ghost-Town, da hier vorher kaum einer auf ist. Es ist ein bisschen wie in einem Film. Es hat was von "Blade-Runner", der ja auch hier gedreht wurde. Verfall hat seine eigene Faszination und Ästhetik.

Huxley a Orwell měli pravdu, umělci mohou být vizionáři, říká rakouský umělec Gottfried Helnwein
07/16/2008
iDNES.cz
Huxley a Orwell měli pravdu, umělci mohou být vizionáři, říká rakouský umělec Gottfried Helnwein
Martina Buláková
Ve dvaceti namaloval Gottfried Helnwein vlastní krví obraz "führera“. Vedení grafické školy ve Vídni, kde studoval, obraz zabavilo a autora vyloučilo. Nyní je někdejšímu studentu-provokatérovi šedesát, při osobním setkání působí vyrovnaně a vyhlíží jako rocker a šaman v jedné osobě. Jeho hyperrealistické obrazy připomínají temnou nacistickou minulost, obrazy nevinných dětí ztělesňujících krásu a čistotu rané duše. Výstavu nazvanou Angels Sleeping hostí do konce srpna pražská Galerie Rudolfinum.

Eine Tradition der Dunkelheit
06/26/2008
VANITY FAIR
Eine Tradition der Dunkelheit
Marc Fischer und Sven Michaelsen sprechen mit Gottfried Helnwein
Kunst, Interview
Gottfried Helnwein malt die Welt seit Jahren als blutende Wunde, voll Verfall und Verletzung.
Wie sah es in Arno Brekers Atelier aus? Helnwein: Überall standen Gips-Plastiken von Negern und Juden herum, die er nach dem Krieg hergestellt hatte. Eine heroisierende überlebensgroße Büste stellte einen beleibten Schwarzen in Uniform und vielen Orden dar. Ich fragte, wer das sei. „Das war der frühere Präsident der Elfenbeinküste“, antwortete er. „Der tauchte in den sechziger Jahren bei mir auf, legte seinen Arm um meine Schultern und sagte: ‚Breker, kommen Sie zu mir an die Elfenbeinküste. Ich werde Ihr zweiter Hitler sein". Breker sollte eine neue Hauptstadt entwerfen, was dieser auch sofort tat. Er zeigte mir das Gipsmodell dieses Utopia in dessen Mitte sich ein gigantischer Platz befand mit der riesigen Skulptur eines Afrikaners - mit zerrissenem Hemd und gesprengten Fesseln, der aufgewühlte Blick und die geballte Faust gen Himmel gerichtet. Auf meine Frage, was aus dem Projekt geworden sei, antwortete Breker mit leiser, resignierender Stimme "Der Präsident ist leider kurze Zeit darauf gestürzt worden" Wie reagierte Breker, als Sie ihn mit Ihrem Beuys-Porträt in der Hand fotografierten? Helnwein: Er hielt das Bild hoch und murmelte: „Das hätte sich der Beuys aber nicht träumen lassen.“

Kdybych si Fritzla vymyslel, řeknou, že jsem blázen
06/14/2008
aktualne.centrum.cz
Kdybych si Fritzla vymyslel, řeknou, že jsem blázen
Pavel Turek
Interview
Rozhovor - Madona s děťátkem sedící mezi nacisty. Obří Mickey Mouse, který přerostl z roztomilé myšky do smějícího se monstra. Svět Gottfrieda Helnweina je hyperrealisticky krutý a ironický zároveň. Výstava Sleeping Angeles probíhající až do konce srpna v pražském Rudolfinu postihuje všechny významné etapy jeho malby plus fotografickou portrétní sérii The Golden Age s Marilynem Mansonem coby modelem. A to je jen jedna z osobností, která na umělce nedá dopustit. Od kruhu vídeňských akcionistů se Helnwein dostal pod lupu jak Andy Warhola tak Normana Mailera nebo Williama Burroughse.

Peter Nedoma, Direktor der Galerie Rudolfinum in Prag,  spricht mit Gottfried Helnwein
04/25/2008
Galerie Rudolfinum, Prag
Peter Nedoma, Direktor der Galerie Rudolfinum in Prag, spricht mit Gottfried Helnwein
Peter Nedoma
Direktor der Galerie Rudolfinum
Dieses Gespräch fand im April 2008, anlässlich der Ausstellungsvorbereitung für die Retrospektive "Angels Sleeping - The Work of Gottfried Helnwein", in der Galerie Rudolfinum statt.
Helnwein: In den 70er Jahren war ich von den Möglichkeiten der Massenvervielfältigung fasziniert, das Original betrachtete ich damals als eine Art Edelabfall. Es war die Sehsucht nach einer Demokratisierung, einer Umorientierung von einer esoterischen in eine für jeden verständliche Kunst. Aber Jahre später hatte ich mein Damaskuserlebnis als ich Originale von Kandinsky in der National Gallery in Washington und die Renaissance-Gemälde in den Uffizien sah. Ich war so erschüttert und überwältigt von der Unmittelbarkeit nie zuvor erlebter ästhetischen Intensität und der spirituellen Qualität dieser Werke, dass ich zu zittern begann und den Raum verlassen musste, da ich nicht vor allen Leuten zu weinen beginnen wollte. Ich weiss nun dass es die Magie, die Aura eines Kunstwerkes gibt, und ich habe zu der Abendländischen Kunst (von der Gotik, über die Renaissance bis zur Moderne) ein geradezu religiöses Verhältnis. Ich bin immer noch der Meinung, dass die modernen Reproduktionstechniken neue Bereiche und Möglichkeiten für die Kunst eröffnet haben, aber an der Bedeutung des Originals und der Aura eines Kunstwerkes hat das nichts geändert.