
10/28/1992
Le Figaro
GOTTFRIED HELNWEIN
Exposition au Goethe Institut, Centre culturell allemand, Paris
« L'intolérance et la violence sont les thèmes qui m'intéressent, mais aussi les icônes de notre temps : les idoles. » Depuis 1980, Helnwein travaille à une série appelée « Visages ».
09/28/1992
Das Schweizer Parlament
Diskussion im Schweizer Bundesrat über Helnweins Plakat zu Urs Widmers Theaterstück " Jeanmaire"
Réponse du Conseil Fédéral
Pièce de théâtre consacrée à l'affaire Jeanmaire
Ruckstuhl Hans - Frage:
Im Herbst dieses Jahres soll der Fall Jeanmaire durch sogenannte Kulturschaffende auf der Bühne vermarktet werden. Nach dem Stil der Ankündigung ist zu schliessen, dass das Theaterstück weder förderungs- noch beachtenswert ist. Frage: Hat das zuständige Departement aus der Entgleisung mit den 156er-Nummern nichts gelernt? Warum stellt die SBB Infrastruktur zur Verfügung und hilft mit, dass skrupellose Geschäftemacher durch die geschmaklose Vermarktung eines Verstorbenen ihre Kasse füllen?
.
Antwort auf die Fragen 04 und 08 Réponse aux questions 04 et 08 Bundesrat Ogi: Ich möchte die Frage Guinand und die Frage Ruckstuhl zusammen beantworten. Die SBB haben sich frühzeitig, noch vor der Pressekonferenz der Veranstalter, vom geplanten Plakat des Malers Helnwein distanziert. Sie haben sich bereits damals geweigert, dieses Plakat in den Bahnhöfen aufzuhängen.
09/21/1992
Der Spiegel
General-Skandal in Bern
Gottfried Helnwein, provokanter Bildkünstler aus Österreich eckt wieder einmal an.
Sein Plakat zu Urs Widmers neuem kritischen Dokumentar-Drama "Jeanmaire. Ein Stück Schweiz", auf dem der Anfang des Jahres verstorbene General aller Ehren entblösst dasteht, wurde von der "Allgemeinen Plakatgesellschaft" abgelehnt - polizeilich gedeckte Begründung: Das Werk verstösst "gegen Anstand und Sitte".
Helnwein hingegen findet, sein Jeanmaire-Portrait enthalte "die Essenz der Geschichte" vom angeblichen Landesverräter, der als Sündenbock profilerpichter Politiker 1976 nach einem Geheimprozess für 12 lange Jahre hinter Gitter wanderte.

09/14/1992
Schweizer Illustrierte
Der nackte Jeanmaire
Carl Just
Künstler Helnwein schockt die Schweiz
Jeanmaire erregt die Schweiz von neuem: Das Plakat zu "Jeanmaire - ein Stück Schweiz" zeigt den "Landesverräter" völlig nackt! Und noch bevor es hing, wurde das provokative Bild des österreichischen Kultkünstlers Gottfried Helnwein verboten.
Die Hosen hat er ihm runtergelassen, den Brigadierhut durfte Jeanmaire behalten: Gottfried Helnwein, österreichischer Kultkünstler, in seinem Atelier in Burg Brohl bei Bonn mit dem Original zum Theaterplakat.

07/11/1992
Grants Pass
Helnwein talks with Carl Barks
Helnwein visits Carl Barks in Grants Pass, Oregon, July 11, 1992
Barks:
... I preferred to work with the duck - I could push Donald around, let him get into an accident, I could let him fall off a cliff, or whatever I wanted. It was lots of fun with Donald. With Mickey that would have been dangerous, because he always had to be loved and had to be victorious in all situations. With Donald I had a comedian who I could treat badly and who I could make fun of.

07/09/1992
San Francisco Chronicle
German Portraits of Pain
Barnaby Conrad III
Gottfried Helnwein, An artist reminds society of its past
Frankfurt, Germany. It was night on the Autobahn and I was going to see Gottfried Helnwein, an artist known as "The Razor-Blade Rembrandt." The artist's assistant, Heinz, was pushing the new Mercedes to 100 miles an hour. This unnerving high-speed delivery, on a highway built by Hitler, seemed an appropriate prelude to meeting an Austrian whose art is a biopsy of post-war Germany, with references to resurgent fascism, mass insanity, suicidal depression and childhood trauma.

05/22/1992
Helnwein entwirft den Neubau der Seebrücke Sellin auf der Insel Rügen

05/14/1992
Die Weltwoche
Sie war nicht eine Frau, sie war das Bild der Frau
Gottfried Helnwein
Der österreichische Maler und Fotograf Helnwein über seine eigenartige Freundschaft zu Marlene Dietrich
In den letzten Jahren pflegten die Diva und der Maler regelmässigen Kontakt, Marlene Dietrich und Gottfried Helnwein. Gesehen haben sich die beiden jedoch nie. Gleichwohl wurden Helnwein und seine Frau Renate von ihr in alle Stimmungslagen und Reflexionen einbezogen - telefonisch und brieflich.

05/09/1992
Basler Magazin
Der schöne Schrecken
Christian Scholz
Kunst im 20. Jahrhundert
Nach 1945 trumpft die Kunst umfänglich erst wieder mit der 68er Bewegung schockierend auf. Etwa in der Pop-Art. Etwa mit den Bildtafeln eines Roy Lichtensteins. Seine Arbeiten, wie auch die anderer Pop-Artisten, tendieren indes zu einer Ästhetisierung des Schreckens. Zitatförmig nimmt Lichtenstein etwa Comic-Motive vom Krieg auf. Doch die Darstellung oszilliert zwischen Wohlgefallen an der Szenerie und Kritik an der Szenerie. Ähnlich ambivalent erscheinen die zahlreichen Drucke von Andy Warhol zum Thema "Kennedy-Mord".
Der wirkliche Schrei, Signum einer Vorkriegsepoche, taucht nicht mehr auf. Ausnahme von der Regel sind die Werke von Gottfried Helnwein. Sie zielen nochmals auf die Scham- und Peinlichkeitsschwelle. Oder sie machen aus dem täglichen Schrecken im Fernsehen ein formatfüllendes Standbild, ("Das Wunder I", 1980, "Das Lied I", 1981).

05/07/1992
The Hollywood Reporter
"Blue Angel" Dietrich dies
Kirk Honeycutt
The last years of Marlene Dietrich's life "were very lonely and secluded in Paris," said German painter and photographer Gottfried Helnwein, who collaborated with the legendary actress on a book published last year.

01/01/1992
William S. Burroughs
Helnwein' s work
It is the function of the artist to evoke the experience of surprised recognition:
to show the viewer what he knows but does not know that he knows.
Helnwein is a master of surprised recognition.

01/01/1992
Benedikt Taschen
Helnwein
Andreas Mäckler.
text by Andreas Mäckler.

01/01/1992
Edition Stemmle
Helnwein Faces
hardcover
text by William S. Burroughs, Heiner Müller
and Reinhold Mißelbeck.

01/01/1992
Leo Castelli Gallery
Helnwein meets with Roy Lichtenstein at Castelli Gallery in New York
01/01/1992
Publishing House C.H. Beck, München
Andreas Maeckler talks with Gottfried Helnwein
Andreas Maeckler
Gottfried Helnwein, "PAINTINGS SHOULD BE LIKE ROCK MUSIC"
The painter of stark, often provocative pictures was interviewed by Andreas Maeckler.
The result is exciting to read from beginning to end.
Helnwein expresses himself in an outspoken and direct manner, without letting himself be drawn into profound theories.
It is interesting to note that he confesses not to be able to say why he paints a picture.
"I have never met an artist who thinks about this while he is working. And whenever he does comment about this, he must be lying."
(Münchner Merkur, June 4. 1992)
01/01/1992
The Schoemer Collection at the Foundation Fiecht, Austria
Aktion - Reaktion, Rainer, Nitsch, Brus, Helnwein
group show

01/01/1992
Leopold Hoesch Museum, Düren
The 4th International Biennale of Paper Art
Helnwein, “White Christmas”
Installation

01/01/1992
Cork
Gottfried Helnwein meets with Roy Disney at his irish home in county Cork, Ireland
Helnwein organizes the first Carl Barks Museum retrospective
Helnwein briefes Roy Disney on the preparation of the Carl Barks museum retrospective and the publication of the book "Wer ist Carl Barks?" (Who is Carl Barks?), and discusses the influence of Walt Disney's aesthetics on the culture of the 20th century.

12/02/1991
Museum Ludwig Köln
48 Portraits
Helnweins Antwort auf Gerhard Richters Werkgruppe "48 Portraits"
Gerhard Richter schuf in den Jahren 1971/72 in fotorealistischer Manier eine Serie von 48 Porträtbildern von Männern, die die Moderne beeinflussten. Zwanzig Jahre nach der Entstehung von Richters Werkgruppe antwortete der österreichische Maler Gottfried Helnwein 1991/92 mit einem Zyklus von 48 Porträtbildern weiblicher Persönlichkeiten. Als Gegenpol zum kühlen Grau der Serie Richters bediente Helnwein sich warmer Rottöne. 1994 erwarben die Sammler Peter und Irene Ludwig die Werkgruppe, die seitdem Teil der Sammlung des Museum Ludwig ist.

12/01/1991
EMMA
48 PORTRÄTS
Bis jetzt gab es sie nur einmal, die "48 Portäts von Persönlichkeiten, die die Moderne beeinflussten". Sie hängen in der Eingangshalle des renommierten Kölner Museum Ludwig, gemalt Anfang der 70er Jahre in fotorealistischer Manier von Gerhard Richter, 59. Die weniger nach inhaltlichen und mehr nach formalen Kriterien ausgewälten Porträts haben nicht nur einen Haken, aber den vor allem: sie zeigen ausschliesslich Männer. 20 Jahre später antwortete der Maler Gottfried Helnwein, 43, seinem Kollegen: Er malte die "48 Frauen-Persönlichkeiten". Die Wand im Museum, die den Männern gegenüberliegt, ist noch frei.

07/26/1991
Süddeutsche Zeitung
Only Rock 'n' Roll
Christian Kämmerling
Interview mit Keith Richards
Keith Richards Portraits von Gottfried Helnwein

05/26/1991
Museum of Lower Austria, Vienna
one-man show
"Kindskopf", Installation in the Minoriten Church, Krems

05/20/1991
Studio Burg Brohl, Germany
Helnwein finishes "Kindskopf 1"
04/10/1991
Hochschule für Künste, Bremen
Helnwein - Workshop an der Kunsthochschule in Bremen
Jürgen Waller
Rektor, Hochschule für Künste, Bremen
University of the Arts, Bremen
Am Samstag kommt der Wiener Fotorealist Gottfried Helnwein nach Bremen.
Das Forum Böttcherstraße hat den berühmten Maler eingeladen, um in einem
Workshop mit der weltweit größten Sofortbildkamera (50 x 60 cm) zu
arbeiten. Ort des Kunst-Experiments: der Mehrzwecksaal in der Hochschule
für Gestaltung.
Organisator des Workshops, Wolfgang Stemmer.